Donnerstag, 19. Juni 2014

Hochfest des Leibes und Blutes Christi - Fronleichnam

Geheimnis des Glaubens


Am Donnerstag nach der Feier des Dreifaltigkeitssonntags stellt uns die Liturgie ganz in den Glanz des eucharistischen Geheimnisses. 
© Maxikarte A5 - www.agnus-dei-verlag.de
GOTTES bleibende Gegenwart unter uns in der Heiligsten Eucharistie - das ist wahrhaftig ein "Geheimnis des Glaubens", an dem sich die Geister scheiden. 
Wenn heute an vielen Orten der HERR in der Monstranz (dem kostbaren Schaugefäß) durch die Straßen getragen wird, offenbart sich das Verständnis oder Unverständnis der Gläubigen und auch der nicht Glaubenden auf eine sehr eindrückliche Weise. 

Da sind zur Ehre GOTTES reich geschmückte Häuserfassaden mit Birken, Fahnen, Figuren und Tüchern in den Fensten. Da sind prächtige Blumenteppiche, die dem HERRN gleichsam in Dankbarkeit und Ehrfurcht "zu Füßen" gelegt werden, Altäre in aller Blütenpracht und liebevoll gestaltete Wegpassagen, die DEN ehren sollen, "DER unerkannt mitten unter uns Menschen weilt"  
All die Pracht des Frühlings und der Natur wird zum Loblied, zum Zeichen für Dankbarkeit und Freude, zu einer kleinen Opfergabe, die GOTT etwas von dem schenkt, was ER uns zuerst geschenkt hat. Mit was für einer Liebe und Aufmerksamkeit hier wahre Kunstwerke zur Ehre GOTTES kreiert werden und schon in der Nacht bereiten fleißige Hände wunderschöne, großflächige Blumenarrangements, über die dann der Priester hinwegschreitend den SCHÖPFER des Himmels und der Erde trägt, bittend, dass der HERR uns und die Schöpfung segnet. Hier bringt man die Schöpfung vor GOTTES Angesicht und erhebt sie zum unmittelbaren Lob GOTTES. Man entbindet die Schöpfung von der Knechtschaft, die sonst fast ausschließlich dem Eigennutz des Menschen gebeugt und sogar misshandelt wird. Hier darf sie dem höheren, heiligen Zweck dienen, nicht nur unsere Bedürfnisse zu befriedigen, ... sondern Lob GOTTES zu sein, berührt von SEINEM Schatten, wenn ER vorüber geht und heilt und heiligt, was sich IHM nahen darf. 
Wie kostbar ist doch diese Tradition, die in unsere Zeit hinein jene Gnade wirksam und wirklich werden lässt, die der Erde in besonderer Weise geschenkt war, als der SOHN GOTTES als GOTT-Mensch unter uns weilte. Wie damals - geht der HERR durch die Straßen und sucht Menschen guten Willens, die SEIN Wort und SEIN Heil annehmen wollen, die IHN um Heilung und Heil bitten, die IHN mit offenen Herzen aufnehmen und in SEINER Gegenwart die Fülle der Gnade erfahren. 
Es gibt dann auch noch einige, wirklich gläubige Menschen, die ernstaft betend durch die Straßen gehen, dem HERRN im Geheimnis der Euchharistie folgen / vorausgehen und Zeugnis geben. Da sieht man, wie Menschen noch ihre Knie beugen, wenn GOTT vorüber geht, das heilige Kreuzzeichen machen und wirklich bekennen, was nur das Auge des Glaubens sieht: GOTTES Gegenwart mitten unter uns! 
Was für ein Glaubensbekenntnis und was für ein beeindruckendes Zeugnis, wenn es doch tatsächlich noch Orte gibt, in denen man diese Zeichen äußeren Zeichen der Ehrfurcht und des heiligen Bekenntnisses achtet und pflegt. Das bewegt Außenstehende! Das berührt auf die eine oder andere Weise die, die eben nur die äußeren Zeichen sehen und das Geheimnis noch nicht kennen! Die äußere Haltung in Andacht und Gebet mit gefalteten Händen oder eine Kniebeuge aus Überzeugung und in Ehrfurcht, ... das ist in unserer Zeit mehr wert, als alles Geschwätz, das man über den Glauben hören kann. 

Hier wird mit GOTT und zu GOTT gesprochen und nicht nur immer in sicherem Abstand über IHN geredet.

Hier ist der Mittelpunkt der Aufmerksamkeit der HERR und man nutzt die heilige Gabe der Anbetung, des Lobens, der Fürbitte - statt nur mittels letztlich unverbindlicher Aussagen nur das eigene Ego zu kraulen und die allseits so gepriesene Toleranzseligkeit in nichtssagender Gleichgültigkeit und tatenlosem Lamentieren untergehen zu lassen.

Doch da sind andererseits dann vielerorts auch die lässig schwatzenden Prozessionsteilnehmer, die offensichtlich vergessen haben, worum es geht. "Mitläufer", die aber den HERRN nicht erkennen, der hier durch die Straßen dieser Welt getragen wird und für DEN sie Zeugnis geben dürften. 
Es ist erschütternd, wenn vor allem Lektoren, Ministranten, Mesner / Küster, oder gar der Priester selbst ... die heiligen Gesten und Haltungen vernachlässigen, die von der äußeren Haltung nicht nur auf die innere Haltung schließen lassen. 

Man weiß aus der profanen Verhaltens- und Körpertherapie, dass die äußeren Zeichen, die Haltung, die Gesten, ... nicht nur "Nebensache" sind, sondern die Gabe besitzen, auch die innere Einstellung zu unterstützen, zu prägen, sogar zu "modellieren" und zu formen.
Wer z.B. mit hängenden Schultern und gesenktem Kopf versucht, seine Traurigkeit und schlechte Laune los zu werden, ist gut beraten, sich zunächst auch erst einmal auch um eine andere Haltung zu bemühen. Schultern zurück, "Kopf hoch" (wie man umgangssprachlich auch ermutigend sagt) um von außen nach innen eine Bereitschaft und Offenheit für eine neue Einstellung zu gewinnen. 
Wer mit geballten Fäusten und zusammengebissenen Zähnen eine enspannte und gelassene Freiheit und freundliche Stimmung finden will, wird wohl auch hier schneller Erfolg haben, wenn er bewusst die äußeren Ausdrucksformen dem inneren Ziel anpasst, um zu erreichen, dass man wieder fähig ist, sich zu öffnen, etwas Gutes zu empfangen und lächelnd das Schöne zu sehen. 
So sind auch in GOTTES Gegenwart die Haltung, die Gesten, das Benehmen nicht ohne Wirkung. 
Die heilige Liturgie, die Gebetshaltung, die sich von der profanen "Allerweltshaltung" unterscheidet - sie ist eine kostbare Gabe! 
Wer dagegen statt mit gefalteten Händen, aufmerksamer, bewusster Andacht und Ehrfurchtshaltung in GOTTES Gegenwart verweilt, vor IHM das Knie beugt und IHM alle Aufmerksamkeit widmet, der wird auch innerlich gut bereitet, um GOTT zu begegnen und in heilige Gemeinschaft mit IHM einzutreten. 
Wie anders ist es doch, wenn man mit verschränkten Armen, die Hände großspurig in die Hüften gestemmt, oder hinter dem Rücken versteckt und womöglich auch noch gelangweilt mit jemand Anderen herumalbernd oder flapsig herumstehend weder in eine innige Gottesbegegnung im Gebet  findet, noch kann man Zeugnis geben von der Heiligkeit und Ehre DESSEN, DER aller Ehre würdig ist.
Wie respektlos und unanständig manches Verhalten der Gläubigen (und allen voran vor allem auch kirchlicher Mitarbeiter) bei der Fronleichnamsprozession ist, lässt sich schon daran messen, dass man so keinem weltlichen Würdenträger entgegentreten würde, wie man sich hier oft vor dem HERRN benimmt. 
Was für eine Farce sind dann Weihrauch, Rauchmantel und Blumenschmuck, wenn Jeder auf die Entfernung bereits erkennen muss, dass das Herz nicht dabei ist, dass man nicht wirklich GOTT ehrt, sondern nur "Tradition pflegt" (und die ursprünglich heilige Tradition im Grunde respektlos verkommen lässt und entwürdigt)!

Da sind dann bei der Fronleichnamsprozession noch die Schaulustigen, die Interessierten oder Neugierigen, die der Kirche fern stehen.
Für sie ist das, was sie da sehen, sicherlich auf vielfältige Weise sehr eindrücklich.

Sehen sie dann das Heilige, das Geheimnis, die Ehre und Schönheit, das Mysterium des Glaubens und der Liebe GOTTES?
Sehen sie dann die Freude der Gotteskinder in unseren Augen, die Dankbarkeit und Ehrfurcht in unserer Haltung, die Heiligkeit und Würde der Gegenwart GOTTES in uns uns der heiligen Liturgie?
Sind wir Zeugen CHRISTI oder eine Schande für den Heiligen Namen JESU?
Sind wir glaubwürdige Künder des Evangeliums von der Erlösung und unseres ERLÖSERS - oder ein abstoßendes Beispiel für Heuchelei und Selbstbetrug, ...?

"Am Tag darauf stand Johannes wieder dort und zwei seiner Jünger standen bei ihm. Als Jesus vorüberging, richtete Johannes seinen Blick auf ihn und sagte: Seht, das Lamm Gottes! Die beiden Jünger hörten, was er sagte, und folgten Jesus." (Joh 1,35-37) 

Johannes der Täufer sah den HERRN, erkannte IHN und gab Zeugnis, so dass auch andere IHN erkennen konnten und IHM folgten.
Das ist es, was wir an Fronleichnam öffentlich bekunden dürfen! 
CHRISTUS erkennen, CHRISTUS ehren, CHRISTUS nachfolgen und andere Menschen durch authentisches Leben und Zeugnis "mitziehen". 

Kommt - lasset uns anbeten!
Kommt - lasset uns frohe Zeugen sein, denn der HERR ist mitten unter uns!



Hymnus 
Lateinisch
Deutsch (Heinrich Bone, 1847)
neue Übertragung (Friedrich Dörr)
Tantum ergo sacramentum
veneremur cernui,
et antiquum documentum
novo cedat ritui.
praestet fides supplementum
sensuum defectui.
Kommt und lasst uns tief verehren
ein so großes Sakrament,
dieser Bund wird ewig währen,
und der alte hat ein End.
Unser Glaube soll uns lehren,
was das Auge nicht erkennt.
Sakrament der Liebe Gottes:
Leib des Herrn, sei hoch verehrt,
Mahl, das uns mit Gott vereinigt,
Brot, das unsre Seele nährt,
Blut, in dem uns Gott besiegelt
seinen Bund, der ewig währt.
Genitori genitoque
laus et jubilatio.
Salus, honor, virtus quoque
sit et benedictio!
Procedenti ab utroque
compar sit laudatio!
Amen.
Gott dem Vater und dem Sohne
sei Lob, Preis und Herrlichkeit
mit dem Geist im höchsten Throne,
eine Macht und Wesenheit!
Singt in lautem Jubeltone:
Ehre der Dreieinigkeit!
Amen.
Lob und Dank sei Gott dem Vater,
der das Leben uns verheißt,
seinem Wort, dem ewgen Sohne,
der im Himmelsbrot uns speist;
auch der Born der höchsten Liebe
sei gelobt, der Heilge Geist.
Amen.

" BEREIT FÜR EINE MESSE ZU STERBEN?
Was haben Christen rund um den Erdball und quer durch die Jahrhunderte hindurch in der Messe entdeckt und mit ihrem Leben bezeugt? Jugendkatechet der US-Erzdiözese Denver: „Wer es noch nicht gefunden hat, der vermisst etwas wirklich Faszinierendes. "
http://youtu.be/1fvX_LTK7Bk 


Wir beten Dich an, Quelle des Lebens! 
http://youtu.be/Kf9KJhfCWV0