Dienstag, 13. Mai 2014

Die Botschaft von Fatima - HEUTE - und was wir von den Kindern lernen können!


13. Mai - Fatimatag

Im Marienmonat Mai an die Erscheinung der Gottesmutter in Fatima zu erinnern, ist immer neu von großer Wichtigkeit.

Gott hat einfache Hirten-Kinder erwählt, die sich von der Gnade ergreifen ließen. Kinder haben das Wort von der Notwendigkeit ernsthafter Buße und Sühne und dem inständigen Gebet um Bekehrung der Welt ernst genommen.


Es waren Kinder, die mit Opfermut und echter Nachfolgebereitschaft ihr junges Leben vor Gott in die Waagschale geworfen haben und unter dem Eindruck der Erkenntnis von Sünde und Gnadenangebot Gottes im Rahmen ihrer Möglichkeiten alles gegeben haben.

Joshua Benoliel zugeschrieben
[Public domain oder Public domain],
via Wikimedia Commons
Kinder haben ernst genommen, was viele "kluge Erwachsene" heute in den trüben Nebelmaschinen der Gleichgültigkeit und "Toleranzseligkeit" einfach nur als Gegebenheit hinnehmen, ohne dem Auftrag Christi zu folgen, der seine Jünger aufgefordert hat, in der Kreuzesnachfolge am Erlösungswerk teilzuhaben (vgl. Mt 10,38; 16,24; Mk 8,34; Lk 9,23) 

Die Kinder von Fatima sind uns ein Vorbild, denn sie haben auf den Ruf Gottes gehört und ihm gehorcht - ohne langes "wenn und aber". 
Sie haben nicht nur von der Barmherzigkeit Gottes geredet - sie haben dieses Erbarmen unter dem Einsatz all ihrer Kräfte erfleht! 
Sie haben nicht nur (mehr oder weniger) unbeteiligt von der Hoffnung auf Gottes Güte und Liebe gesprochen - sondern haben in dieser Hoffnung und in all ihrer Glaubenskraft im Rahmen ihrer Möglichkeiten alles getan, damit die Liebe und das Erbarmen Gottes einen bereiten Herzensboden findet und auch in dieser Welt ersehnt und erbeten ist.

Das ist es, was wir von den Kindern von Fatima lernen können: Das hochherzige, gehorsame Gebet und Opfer, die demütige und absolute Hingabe des eigenen Lebens - für das Leben der Welt, die Gott nicht mehr kennt!

Die bescheidenen Hirtenkinder von Fatima beschämen mit ihrem kindlichen Eifer, ihrer selbstverständlichen Opferbereitschaft und Treue gegenüber Gott all die "klugen Erwachsenen" von heute, die sich auf ein "mündiges Christentum" berufen, das "selbstbestimmt und selbstherrlich" die Gebote Gottes verdreht, damit sie zum Zeitgeist passen und ein "Wellnesschristentum" begründen möchte.
Kinder - mutig und einfach, treu und bereit alles zu geben. 

Die Kinder haben das Rosenkranzgebet als mächtige Hilfe genutzt und so alle Anliegen und ihr ganzes Flehen in das Leuchtfeuer der Erlösungsgeheimnisse gestellt, von dem das Rosenkranzgebet erfüllt ist. 

Die Botschaft von Fatima war nicht einfach nur eine "Lichterprozession und schöne Gesänge" (auch wenn das zum Gebet und zu der Feier des Glaubens dazugehören darf)! Es geht nicht um ein religiöses Event, eine schöne, stimmungsvolle Veranstaltung im Kerzenschein ...! 
Es ist die Rede von Sünde und Sühnenotwendigkeit, von Strafe und Gnade, die Gottes Erbarmen schenken - aber kaum jemand erbitten will, von Hölle und Erlösungsbedürftigkeit! Den Kindern wird nicht eine pastellrosafarbene "Himmelromantik" in zuckersüßen Visionen gezeigt, sondern die ganze Tragik und Realität von Sünde und ihren Folgen! 
Den Kindern wird im Licht des Himmels - in dem Hoffnung ist - die ganze Wahrheit zugemutet.
Hier ist Barmherzigkeit und Gnade nicht eine "billige Selbstverständlichkeit", die "schon wieder alles von alleine gut macht", was in dieser Welt böse und verloren ist.
Gott hat den Kindern mehr zugemutet - denn Gott weiß, dass billige Schönrednerei nicht rettet, sondern nur vernebelt! 
Im Gegensatz zu unseren "theologischen Weichspültendenzen" wird hier nicht in falscher Weise "geschont"! Nicht einmal die Kinder! Doch gerade in dieser "Schonungslosigkeit" verbirgt sich die wahre Barmherzigkeit und Liebe Gottes, die unser Heil will und sich danach sehnt, dass auch wir dieses Heil wollen und erbitten, wo es uns mangelt! 
Die Botschaft von Fatima erschöpft sich nicht in der Halbherzigkeit eines Wohlfühlchristentums.

Die Botschaft von Fatima verlangt und schenkt im Geist des Evangeliums viel mehr: Es ist der Aufruf zu echter Umkehr und Buße - zu opferbereiter Sühne und flehentlichem Gebet zu Gott um Gnade für eine Welt, die lachend in den Abgrund tanzt!

Angesichts der Situation unserer heutigen Zeit ist die Botschaft von Fatima noch immer höchst aktuell. 

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Am 13. Oktober 1973 bekam Lucia, die Älteste der Kinder (und zu dieser Zeit Ordensfrau) die letzte und wohl mehr als aufrüttelnde Botschaft, in der die Gottesmutter die Strafe beschreibt, die die Menschheit erwartet. Dabei ist dies nicht als Drohung zu verstehen, sondern als Akt der Barmherzigkeit Gottes, der nicht den Tod des Sünders will, sondern dass er umkehrt und lebt. (vgl. z.B. Ez 33,11; Röm 2,1-10)

„Wenn die Menschen nicht bereuen und sich nicht bekehren, wird der himmlische Vater über das ganze Menschengeschlecht eine entsetzliche Strafe verhängen. Eine Strafe, weit schlimmer als die Sintflut, eine Strafe, wie sie bis jetzt noch nicht vorgekommen ist. 
Feuer wird vom Himmel fallen und einen Großteil der Menschheit hinwegfegen, die Guten wie die Schlechten ohne Priester und Gläubige zu verschonen. Die Überlebenden werden so bedrückt sein, daß sie jene beneiden werden, die tot sind. Die einzigen Waffen, die euch bleiben werden, sind der Rosenkranz und das Zeichen, das von Meinem Sohn hinterlassen wurde. Betet jeden Tag den Rosenkranz. Mit dem Rosenkranz betet für den Papst, die Bischöfe und Priester. 
Das Werk des Teufels dringt auch in die Kirche ein, und Kardinäle werden sich gegen andere Kardinäle stellen, Bischöfe gegen Bischöfe. Die Priester, die mich verehren, werden von ihren Mitbrüdern verachtet und behindert werden… Kirchen und Altäre werden geplündert. 

Die Kirche wird voll sein von solchen, die Kompromisse akzeptieren und der Teufel wird viele Priester und geweihte Seelen verführen, ihre Berufung zu verlieren. Der Teufel wird besonders unerbittlich gegen die gottgeweihten Seelen vorgehen. 
Der Gedanken, daß so viele Seelen verlorengehen, ist der Grund für mein Leid. Mein so großes Leid. Wenn es keine Wende gibt und die Sünden an Zahl und Schwere weiter zunehmen, wird es keine Vergebung für die Sünden mehr geben.“
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Die Gebete des Engels, der den Kindern erschien:


"O mein Gott, ich glaube an Dich, ich bete Dich an, ich hoffe auf Dich, ich liebe Dich. Ich bitte Dich um Verzeihung für jene, die nicht an Dich glauben, Dich nicht anbeten, die nicht auf Dich hoffen, die Dich nicht lieben." 



"Heiligste Dreifaltigkeit, Vater, Sohn und Heiliger Geist, in tiefster Demut bete ich Dich an und opfere Dir auf den kostbaren Leib und dass Blut, die Seele und die Gottheit Jesu Christi, gegenwärtig in allen Tabernakeln der Erde zur Wiedergutmachung für alle Schmähungen, Sakrilegien und Gleichgültigkeiten, durch die Er selbst beleidigt wird. Durch die unendlichen Verdienste Seines heiligsten Herzens und des Unbefleckten Herzens Mariens bitte ich Dich um die Bekehrung der armen Sünder."



(Quelle und mehr dazu HIER)



Papst Benedikt sagte zu Fatima:

"Wer glaubt, daß die prophetische Mission Fatimas beendet sei, der irrt sich. 
Hier an diesem Ort wird jener Plan Gottes wieder lebendig, der die Menschheit seit frühesten Zeiten mit der Frage konfrontiert: „Wo ist dein Bruder Abel? […] Das Blut deines Bruders schreit zu mir vom Ackerboden“ (Gen 4,9). 

Dem Menschen ist es gelungen, einen Kreislauf des Todes und des Schreckens zu entfesseln, den er nicht mehr zu durchbrechen vermag… 
In der Heiligen Schrift ist häufig davon die Rede, daß Gott nach Gerechten sucht, um die Stadt der Menschen zu retten, und ebendies tut er hier, in Fatima, wenn die Muttergottes die Frage stellt: „Wollt ihr euch Gott hingeben, um alle Leiden ertragen zu können, die er euch aufzubürden gedenkt, als Sühne für die Sünden, durch die er geschmäht wird, und als flehentliche Bitte um die Bekehrung der Sünder?“ (Memorias da Irmã Lúcia [Erinnerungen von Schwester Lucia], I, 162).

In Anbetracht einer Menschheitsfamilie, die bereit ist, ihre heiligsten Pflichten auf dem Altar kleinlicher Egoismen im Namen der Nation, Rasse, Ideologie, Gruppe oder des Individuums zu opfern, ist unsere gebenedeite Mutter vom Himmel herabgekommen, um all jenen, die sich ihr anvertrauen, voller Hingabe die göttliche Liebe ins Herz zu legen, die auch in ihrem Herzen brennt." 

HEILIGE MESSE - PREDIGT VON BENEDIKT XVI.
Heiligtum in Fatima, Donnerstag, 13. Mai 2010



Gebet des hl. Papst Johannes Paul II
("Vertrauensakt", der in der Basilika Santa Maria Maggiore am 7. Juni, dem Hohen Pfingstfest 1981, gefeiert werden sollte.)


"O Mutter der Menschen und der Völker, Du kennst all ihre Leiden und Hoffnungen, Du fühlst mit mütterlicher Anteilnahme alles Kämpfen zwischen Gut und Böse, zwischen dem Licht und der Dunkelheit, von der die Welt befallen ist - erhöre unseren Ruf, den wir im Heiligen Geist unmittelbar an Dein Herz richten. Umfange mit der Liebe der Mutter und der Magd des Herrn jene, die diese liebende Zuneigung am meisten ersehnen, und zugleich auch diejenigen, auf deren Vertrauen Du besonders wartest! Nimm die ganze Menschheitsfamilie, die wir mit liebender Hingabe Dir, o Mutter, anvertrauen, unter Deinen mütterlichen Schutz. Mögen allen Menschen Zeiten des Friedens und der Freiheit, Zeiten der Wahrheit, der Gerechtigkeit und der Hoffnung beschieden sein!" 


3 Jahre später erweiterte er im Anliegen um eine noch angemessenere Antwort auf die Botschaft von Fatima das Gebet und vertraut 
>> am 25. März 1984 auf dem Petersplatz in geistlicher Einheit mit den zuvor "zusammengerufenen" Bischöfen der Welt dem Unbefleckten Herzen Mariens die Menschen und Völker an. Er tut dies mit Anspielungen, die an die von Kummer gezeichneten und im Jahre 1981 gesprochenen Worte erinnern:


© Michaela Voss
"Darum, o Mutter der Menschen und Völker
die du alle ihre Leiden und Hoffnungen kennst 
und mit mütterlichem Herzen an allen Kämpfen zwischen Gut und Böse, zwischen Licht und Finsternis Anteil nimmst, die unsere heutige Welt erschüttern, 
höre unser Rufen, das wir unter dem Antrieb des Heiligen Geistes direkt an dein Herz richten; 
umfange mit deiner Liebe als Mutter und Magd des Herrn diese unsere Welt, die wir dir anvertrauen und weihen, erfüllt von der Sorge um das irdische und ewige Heil der Menschen und Völker.

In besonderer Weise überantworten und weihen wir dir jene Menschen und Nationen, die dieser Überantwortung und Weihe besonders bedürfen.
"Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir, o heilige Gottesmutter"! 
Verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöten!"

Dann fährt der Papst mit stärkerem Nachdruck fort und mit konkreten Anspielungen, als wolle er gleichsam kommentieren, in welch trauriger Weise sich die Botschaft von Fatima bewahrheitet hat:

"Vor dir, o Mutter Christi, vor deinem Unbefleckten Herzen, 
möchten wir uns heute zusammen mit der ganzen Kirche mit jener Weihe vereinen, durch die dein Sohn aus Liebe zu uns sich selber dem Vater geweiht hat, indem er sprach: "Ich heilige mich für sie, damit auch sie in der Wahrheit geheiligt sind" (Joh 17,19). Wir wollen uns in dieser Weihe für die Welt und für die Menschen mit unserem Erlöser verbinden; in seinem göttlichen Herzen findet eine solche Weihe die Kraft, Verzeihung zu erlangen und Sühne zu leisten.

Die Kraft dieser Weihe dauert durch alle Zeiten und umfängt alle Menschen, Völker, Nationen; sie überwindet alles Böse, welches der Fürst der Finsternis im Herzen des Menschen und in seiner Geschichte zu wecken vermag und in unseren Zeiten auch tatsächlich geweckt hat.
Wie tief empfinden wir das Bedürfnis nach dieser Weihe für die Menschheit und für die Welt, für unsere heutige Welt: der Weihe, die wir in Einheit mit Christus vollziehen. Das Erlösungswerk Christi muß ja durch die Kirche an die Welt vermittelt werden.
Das zeigt das gegenwärtige Jahr der Erlösung, das außerordentliche Jubiläum der ganzen Kirche.

Sei in diesem Heiligen Jahr gepriesen über alle Geschöpfe, du Magd des Herrn, die du dem göttlichen Ruf in vollkommenster Weise gefolgt bist.

Sei gegrüßt, die du mit der erlösenden Weihe deines Sohnes auf das engste verbunden bist!
Mutter der Kirche! 
Erleuchte das Volk Gottes auf den Wegen des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe! 
Erleuchte besonders die Völker, deren Weihe und Überantwortung du von uns erwartest. 
Hilf uns, die Weihe Christi für die gesamte Menschheitsfamilie der heutigen Welt in ganzer Wahrheit zu leben!

Wenn wir dir, o Mutter, die Welt, alle Menschen und Völker anvertrauen, so vertrauen wir dir dabei auch diese Weihe der Welt an und legen sie in dein mütterliches Herz.

O Unbeflecktes Herz, hilf uns, die Gefahr des Bösen zu überwinden, das so leicht in den Herzen der heutigen Menschen Wurzel faßt und dessen unermeßliche Auswirkungen über dem heutigen Leben lasten und den Weg in die Zukunft zu versperren scheinen.

Von Hunger und Krieg: befreie uns!
Von Atomkrieg, unkontrollierter Selbstzerstörung und jeder Art des Krieges: befreie uns!
Von den Sünden gegen das Leben des Menschen von seinen Anfängen an: befreie uns!
Vom Haß und von der Mißachtung der Würde der Kinder Gottes: befreie uns!
Von jeder Ungerechtigkeit im sozialen, nationalen und internationalen Leben:befreie uns!
Von leichtfertiger Übertretung der Gebote Gottes: befreie uns!
Vom Versuch, in den Herzen der Menschen sogar die Wahrheit von Gott zu ersticken: befreie uns!
Vom Verlust des Bewußtseins von Gut und Böse: befreie uns!
Von den Sünden gegen den Heiligen Geist: befreie uns, befreie uns!

Höre, Mutter Christi, diesen Hilfeschrei, in welchem das Leid aller Menschen zu dir ruft, das Leid ganzer Völker!
Hilf uns mit der Kraft des Heiligen Geistes, alle Sünde zu besiegen: die Sünde des Menschen und die "Sünde der Welt", die Sünde in jeglicher Form.

Noch einmal zeige sich in der Geschichte der Welt die unermeßliche Heilskraft der Erlösung: die Macht der erbarmenden Liebe! Möge sie dem Bösen Einhalt gebieten! Möge sie die Gewissen wandeln! In deinem Unbefleckten Herzen offenbare sich allen das Licht der Hoffnung!"<<

(Quelle: KONGREGATION FÜR DIE GLAUBENSLEHRE - DIE BOTSCHAFT VON FATIMA



HIER noch ein interessanter Artikel auf kath.net
von Michael Hesemann (Historiker und Autor des Bestsellers „Das Fatima-Geheimnis“)