Mittwoch, 7. Mai 2014

Der GEIST der WAHRHEIT besiegt den Ungeist der Welt

„Unsere Zeit braucht mehr als die vergangenen Jahrhunderte diese Weisheit, damit menschlich wird, was immer an Neuem vom Menschen entdeckt wird.

Es gerät nämlich das künftige Geschick der Welt in Gefahr, wenn nicht weisere Menschen erweckt werden.“ 

(aus: Pastorale Konstitution über die Kirche in der Welt von heute Gaudium et spes, 15.20)


Wissen, Wissenschaften, Informationen, Forschungen, Meinungen, Manipulationen ... noch nie war der Mensch einer solchen Fülle an Optionen gegenübergestanden und die Möglichkeiten scheinen unendlich zu sein. 

Alles scheint machbar geworden - vom künstlichen Leben bis zum künstlichen Tod. 
Alles scheint erlaubt - möglich und austauschbar, wenn man nur genug jammert, anklagt und sich beschwert, dass man diskriminiert wird und (noch) geltende Regeln eine Unzumutbarkeit sind ...
Alles scheint sich in nebeliger Bedeutungslosigkeit aufzulösen, die sich schlicht nur noch in der X-Beliebigkeit wechselhafter Augenblicksbewertungen verliert. 
Nicht scheint mehr verbindlich sein zu dürfen - denn das könnte ja "fundamentalistisch" werden, "diskriminieren", "ausgrenzen" ...
Man darf zwar alles sagen - nur überzeugt sein sollte man von nichts Konkretem, denn das könnte dann "fundametalistisch" werden, oder "diskriminieren", "ausgrenzen", ...
Man darf alle Grenzen aufbrechen und überschreiten - doch wehe man wagt es, eine Grenze zu ziehen und Grenzen zu wahren - denn das könnte dann "fundametalistisch" werden, oder "diskriminieren", "ausgrenzen", ... 
Man kann überall mitreden und verlangen, dass die Meinungsfreiheit und Gestaltungsfreiheit des Lebens völlig individuell ausgelegt und ausgelebt werden darf - doch sollte man sich hüten, wirklich Ahnung von dem zu haben, was man thematisiert, denn dann - könnte man "fundametalistisch" werden, oder "diskriminieren", "ausgrenzen", ... 
Der höchste Standard soll für alle einklagbar sein - aber auf ironische Weise mit Hilfe der völligen Entwertung und Zerstörung aller Maßstäbe - und dann ist Armut alles, was übrig bleibt.
Alles soll gleich sein - und man fragt verwirrt, wo es denn dann noch Freiheit geben kann, wenn doch jede Option völlig identisch werden soll.
Jeder Halt entgleitet, jede Sicherheit zerrinnt, wo die "Fundamentalisten der gewollten Gesetzlosigkeit" das Gesetz bis ins Naturgesetz ihrer eigenen Existenz leugnen. Alles stürzt in völlige Unbestimmbarkeit und Konturlosigkeit, wo die "bekennenden Gesetzlosen" ihre angeblich grenzenlose Freiheit einfordern - und in böser Ironie sich letzlich sogar die eigene Existenz der "Gesetzlosen" auslöscht, da sie nichts mehr haben werden, was sie "los" sein könnten, ohne das Gesetz, das sie leugnen und verwerfen.

Grenzenlos verloren - in konturloser Profillosigkeit! 
Leere Wortpaläste - bedeutungslos in ihrer Beliebigkeit und Anspruchslosigkeit!
Meinungs-Glatteis - mit haltloser Schlitterfahrt und höchster Einbruchgefahr durch ultradünne Verbindlichkeitslöcher, die nicht mehr tragen.


Wann gab es in der Geschichte der Menschheit jemals so viel Wissen und so wenig Weisheit?
Wann gab es in der Menschheitsgeschichte jemals so viele Meinungen und so wenig Wahrheit?
Wann gab es jemals eine solch tödliche Langeweile voller gestresstem Burn-out, die so sehr in krankhafter Sucht nach dem nächsten "Highlight" - sich letztlich selbst in den Abgrund der völligen Dunkelheit einer alles verneinenden Verweigerung stürzte?
Wann wurde der Mensch jemals zu einer solch grauenvollen "Freiheit" gezwungen, die von ihm verlangt, alles haben zu wollen, ohne wirklich etwas auswählen zu dürfen?

"Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich." (Joh 14,6)

Wie kommt es, dass man alles denken, sagen, glauben darf - nur nicht, dass es EINE WAHRHEIT gibt, die für alle Menschen verbindlich ist, die immer Gültigkeit hat und nicht nach Belieben "ausgelegt" werden kann?

In dieser Zeit vor Pfingsten ist es notwendiger denn je, den Hl. GEIST GOTTES um SEINE Weisheit anzuflehen, die uns das Licht der Wahrheit schenkt. 
Wir brauchen heute mehr denn je den GEIST GOTTES, DER uns Mut, Unterscheidungsgabe und Rat gibt, damit wir nicht in im Giftnebel all der Toleranzlügen und des Beliebigkeitsbetruges ersticken. 



Komm, Heiliger Geist,
sende von Gott her
den Lichtstrahl Deines Feuers.

Komm, Vater der Armen,
Komm, Spender der Gaben,
Komm, Licht der Herzen.

Bester Tröster,
Du unser Freund,
spürbare Hilfe.

Du Ruhe in der Unruhe,
Du Maß in der Leidenschaft,
Du Ermutigung in Mutlosigkeit.

Unendliches Glück,
vollende im Innersten,
Die Dir vertrauen.

Ohne deinen Wirken
ist es nichts mit dem Menschen,
ist nichts unschuldig, nichts ungefährlich.

Kläre das Undurchsichtige.
Mache fruchtbar die Wüste.
Heile die Wunden.

Beuge das Unbeugsame
Bewege das Herzlose
Führe das vom Weg Abgekommene.

Gib den Deinen
Die auf dich hoffen,
in Fülle die siebenfache, heilige Gabe.

Segne unser Werk.
Schenke im Sterben das Heil.
Schenke Freude ohne Ende.

Amen. Halleluja!

(Gebet nach dem Vorbild der Pfingstsequenz 
gefunden auf einem Gebetsblatt in einer Kirche)


Haben wir in der Kraft des HL. GEISTES wieder Mut, die Wahrheit zu erforschen, lieben zu lernen und zu bekennen.
Erflehen wir das Feuer des HL. GEISTES, das unsere Lauheit aufbricht und uns mit Weisheit erfüllt, so dass wir uns nicht dem Diktat einer Welt beugen, die alles zerstört, was gut und heilig ist, dass wir Freude und Würde des Menschen verkünden und leben können, die im Gehorsam liegt, der tiefster Ausdruck von Liebe und Vertrauen ist und GOTT gebührt.

"Bin ich also euer Feind geworden, weil ich euch die Wahrheit sage?" (Gal 4,16) 
"Ich wählte den Weg der Wahrheit; nach deinen Urteilen hab ich Verlangen." (Ps 119,30)
"Entziehe meinem Mund nicht das Wort der Wahrheit! Ich hoffe so sehr auf deine Entscheide." (Ps 119,43)
"Deine Gerechtigkeit bleibt ewig Gerechtigkeit, deine Weisung ist Wahrheit." (Ps 119,142)
"... Du bist nahe, Herr, und alle deine Gebote sind Wahrheit." (Ps 119,151)

"Das Wesen deines Wortes ist Wahrheit, deine gerechten Urteile haben alle auf ewig Bestand." (Ps 119,160)

In diesem Licht der göttlichen Weisheit können wir dann auch das weltliche Wissen erwerben, das uns fähig macht, um wirklich konstruktiv und informiert mitreden zu können, diese Welt mitzugestalten. 

In der Reihe GLAUBENsWISSEN haben wir mit Verweisen auf das Dokument FAMILIARIS CONSORTIO begonnen. Angesichts eines immer mehr zerbrechenden Wertebildes von Familie, von Mann und Frau, von Ehe und Berufung ... hat der heilige Papst Johannes Paul II. prophetische und klare Aussagen gemacht, die wir kennen sollten.
Er spricht über den Druck und Zwang einer Medienwelt und die Notwendigkeit einer Rückbesinnung auf das wahrhaft kritische Gewissen, das nicht alles in Frage stellt, sondern diese Fragen vor GOTTES Angesicht an GOTTES Gebot stellt! 
Gewissensfreiheit kann nur dort bestehen, wo auch ein Gewissen herangebildet wurde. Dies geschieht jedoch nicht in "wertfreier" Beliebigkeit, sondern orientiert sich an Gottes Gebot und Offenbarung.
Der Hl. Johannes Paul II schreibt: "Es bedarf einer fortgesetzten, ständigen Bekehrung". Die Bekehrung zu Gott und die Umkehr hin zur Wahrheit und Freiheit des heiligen Gesetztes Gottes war schon immer in der Folge von Heil und Wohlergehen des Menschen geprägt. Aller menschlicher Aktionismus - gleich in welche Richtung - hat nur in dem Maß Erfolg, als das Tun des Menschen auf dem Fundament einer Versöhnung mit Gott und in der Treue zu ihm steht.
© m.voss




Die Auswirkung dieser Situation auf das Gewissen der Gläubigen
7. In einer solchen Welt und unter dem besonders von den Massenmedien ausgeübten Druck waren und sind die Gläubigen nicht immer fähig, dem Verblassen der fundamentalen Werte gegenüber immun zu bleiben und sich als kritisches Gewissen dieser Familienkultur und als aktive Miterbauer eines echten „Familienhumanismus“ zu erweisen.

Unter den beunruhigendsten Anzeichen für diese Tatsache haben die Synodenväter besonders die folgenden hervorgehoben: die Zunahme von Scheidung und Eingehen einer neuen Verbindung sogar bei den Gläubigen; das Hinnehmen der nur zivil-rechtlich geschlossenen Ehe im Gegensatz zur Berufung der Getauften, „sich im Herrn zu vermählen“; die kirchliche Feier der Eheschließung ohne lebendigen Glauben, sondern aus ande-ren Beweggründen; die Ablehnung der sittlichen Normen für einen menschlichen und christlichen Vollzug der Sexualität in der Ehe.

Unsere Zeit bedarf der Weisheit
8. So steht die ganze Kirche vor der Aufgabe tiefgreifender Besinnung und Bemühung, damit die neue, aufsteigende Kultur in ihrem Inneren evangelisiert werde, damit die echten Werte anerkannt und die Rechte von Mann und Frau verteidigt werden, damit die Gerechtigkeit schon in den Strukturen der Gesell-schaft gefördert werde. Auf diese Weise wird der „neue Humanismus“ die Menschen nicht von ihrem Gottesverhältnis weg-, sondern vielmehr vollkommener hineinführen.
Für den Aufbau eines solchen Humanismus bieten die Wissen-schaft und ihre technischen Anwendungen neue ungeheure Möglichkeiten. Dennoch wird die Wissenschaft infolge politischer Entscheidungen, welche die Ausrichtung der Forschung und ihre Anwendung bestimmen, oft gegen ihren ursprüng-lichen Sinn – die Förderung der menschlichen Person – eingesetzt.
Es ist demnach notwendig, daß alle das Wissen um den Vorrang der sittlichen Werte – welche die Werte der menschlichen Person als solcher sind – wiedergewinnen. Den letzten Sinn des Lebens und seine Grundwerte wieder zu erfassen, ist die große Aufgabe, die sich heute für die Erneuerung der Gesellschaft stellt. Nur das verantwortungsbereite Wissen um den Vorrang dieser Werte erlaubt eine wirklich auf die Förderung der menschlichen Person in ihrer ganzen Wahrheit, Freiheit und Würde ausgerichtete Anwendung der durch die Wissenschaften dem Menschen in die Hand gegebenen ungeheuren Möglich-keiten. Die Wissenschaft ist berufen, sich mit der Weisheit zu verbünden.

Auch auf die Probleme der Familie kann man die Worte des II. Vatikanischen Konzils anwenden: „Unsere Zeit braucht mehr als die vergangenen Jahrhunderte diese Weisheit, damit menschlich wird, was immer an Neuem vom Menschen ent-deckt wird. Es gerät nämlich das künftige Geschick der Welt in Gefahr, wenn nicht weisere Menschen erweckt werden.“(Pastorale Konstitution über die Kirche in der Welt von heute Gaudium et spes, 15.20)

Die Erziehung des Gewissens, das jeden Menschen befähigt, die rechten Weisen zu erkennen, zu werten und zu unterschei-den, in denen er sich nach seiner ureigenen Wahrheit verwirklichen kann, wird so zu einer vordringlichen und unverzichtbaren Notwendigkeit.
Die Bindung an die göttliche Weisheit ist es, die in der heutigen Kultur vertieft wiederhergestellt werden muß. An jener Weisheit hat jeder Mensch durch die Schöpfertat Gottes Anteil. Nur in der Treue zu dieser Bindung werden die Familien unserer

Zeit in der Lage sein, positiv am Aufbau einer Welt mitzuwirken, in der mehr Gerechtigkeit und Brüderlichkeit herrschen.

Stufenweises Wachstum und Bekehrung
9. Die Ungerechtigkeit, die aus der Sünde stammt – welche auch in die Strukturen der heutigen Welt tief eingedrungen ist –, behindert oft die Familie in ihrer vollen Selbstverwirklichung und in der Ausübung ihrer fundamentalen Rechte; ihr müssen wir uns alle mit einer Bekehrung des Geistes und des Herzens entgegenstellen, indem wir in der Nachfolge des gekreuzigten Herrn unseren Egoismus bekämpfen. Solche Umkehr wird notwendig auch auf die Strukturen der Gesellschaft einen wohltu-enden und erneuernden Einfluß ausüben.

Es bedarf einer fortgesetzten, ständigen Bekehrung, die, obwohl sie die innere Loslösung von allem Bösen und die Annahme des Guten in seiner Fülle erfordert, sich konkret in Schritten vollzieht, in einem dynamischen Prozeß von Stufe zu Stufe entsprechend der fortschreitenden Hereinnahme der Gaben Gottes und der Forderungen seiner unwiderruflichen und absoluten Liebe in das gesamte persönliche und soziale Leben des Menschen. Ein erzieherischer Weg des Wachsens ist also nötig, damit die einzelnen Gläubigen, die Familien und die Völker, ja die ganze Kultur von dem, was sie vom Geheimnis Christi bereits ange-nommen haben, geduldig weitergeführt werden, um zu einer reicheren Kenntnis und einer volleren Einbeziehung dieses Ge-heimnisses in ihr Leben zu gelangen.

(Apostolisches Schreiben FAMILIARIS CONSORTIO von Papst Johannes Paul II. an die Bischöfe, Priester und Gläubigen der ganzen Kirche über die Aufgaben der christlichen Familie in der Welt von heute

© Copyright 1981 – Libreria Editrice Vaticana / hrsg. vom Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz. – Bonn)




Bitten wir um den HEILIGEN GEIST, 
um unsere persönliche Umkehr und um Vergebung unserer Schuld.
Lassen wir uns vom Blut des LAMMES reinigen im Sakrament der Buße, um ein bereites Gefäß für die heilige Gabe der Weisheit, des Rates und der wahren Wissenschaft in Gott zu werden.

VENI SANCTE SPIRITUS!  - KOMM HEILIGER GEIST!




Hier noch ein hochinteressantes Interview mit Kardinal Carlo Caffarra bei kath.net