Samstag, 8. März 2014

Weltfrauentag - MARIA, das Urbild der Frau

Rosa Mystica © Michaela Voss

MARIA - "DIE FRAU"

Am Weltfrauentag wird wieder viel über die Würde der Frau, die Rechte der Frau ... etc. gesprochen und geschrieben.

Wir wollen an diesen Tag dazu einladen, die Würde der Frau ganz neu von GOTT her zu betrachten.
An MARIA können wir ablesen, was für die Frauen dieser Welt ihre besonderen Gaben und Aufgaben sind, wie kostbar und heilig ihre Berufung und ihr Wesen ist.
Gott hat uns in MARIA "DIE FRAU" vor Augen gestellt, so wie sie im Schöpferwillen und in Vollkommenheit sein darf. 

Zweimal spricht JESUS  seine Mutter mit dem Ehrentitel "FRAU" an. Ganz am Anfang seines öffentlichen Lebens und am Ende - bei der Hochzeit von Kana und am Kreuz.
  • "Jesus erwiderte ihr: Was willst du von mir, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen."(Joh 2,4) 
  • "Als Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebte, sagte er zu seiner Mutter: Frau, siehe, dein Sohn!" (Joh 19,26) 
Bei der Hochzeit ist sie es, die Gott gleichsam ein Wunder abringt - in ihrem Glauben, ihrem Vertrauen, ihrer Fürbitte.
Unter dem Kreuz ist sie es, die zur neuen Eva berufen ist - "Mutter aller Lebenden (in Christus)"
Bei der Hochzeit darf sie mütterliche Mittlerin der ersten Gnade eines göttlichen Zeichens und SEINER Offenbarung sein.
Unter dem Kreuz wird sie zur mütterlichen Mittlerin und Brücke der Gnade, wenn der Erlöser ihr die erlösungsbedürftigen Menschen anvertraut. 
Es ist dort die Frau "Eva", die im Paradies nicht HeIlfe sondern "selbstbestimmt" sein wollte (vgl. Gen 2,18) und sich die verbotene Frucht, den verbotenen Genuss, die verbotene Freude ... stahl, die den gestohlenen Genuss weiterreichte und damit den Tod. 
Es ist hier die neue Frau "MARIA", die GOTT um Hilfe bittet, die allen Mangel und alle Not der göttlichen Vorseheung anvertraut, die sich immer zuerst an den HERRN wendet und hilfsbereit offen ist, um das Notwendige, das Fehlende zu erkennen und damit zuerst zu GOTT zu gehen. Sie stiehlt nicht den Genuss, die Freude, oder das, was fehlt - sondern sie erlaubt und bittet GOTT, zu schenken, was hier mangelt und SICH zu offenbaren - so wie ER will.

MARIA - die FRAU - die nicht selbstsüchtig für sich zur Diebin wird, um sich selbst zu verwirklichen, sondern die zur Mittlerin der Gnade wird, um GOTT zu verherrlichen. So wird sie der Fülle teilhaftig, die Eva in ihrem Diebstahl nicht nur sich selbst, sondern auch ihrem Gefährten geraubt hat.
MARIA - die FRAU - die nicht nach ihren Rechten schreit, um sich selbst zu behaupten, sondern die nach der Ehre GOTTES fragt, um SEINE Gnade bittet ... und so die Quelle aller Fülle, den Glanz der Würde und die Schönheit des Beschenkt-seins aufschließt.
MARIA - die FRAU - die nicht in dunkler Autonomie, emanzipiert und selbstsüchtig nach dem eigenen Vorteil schielt, nur die eigenen Bedürfnisse zu befriedigen sucht, ... und darin einsam wird, sondern sich beschenkt, geliebt und wahrhaft würdig weiß, so dass sie voll Vertrauen bitten kann, schenken kann, sich selbst hingibt, ohne sich zu verlieren, sondern über sich hinaus zu wachsen und im Opfer sogar den tiefsten Reichtum der Teilhabe am Werk GOTTES empfängt.

MARIA - Urbild der Frau.
In MARIA finden wir wieder den ganzen Glanz, die Würde, das Geheimnis und die Vollmacht des Frausein in der wunderbaren, geheimnisvollen Ordnung GOTTES.
In MARIA strahlt im "Magd-sein" die königliche Würde der GOTTESMutterschaft auf.
In MARIA leuchtet im Dienen die Freiheit der GOTTESKinder.
In MARIA glänzt in der Opferkraft die gewaltige Macht der Teilhabe am Werk GOTTES.
In MARIA finden wir unermessliche Gleichnisse für die wahre Schönheit, Berufung und Würde der Frau.

"Was der katholische Glaube von Maria glaubt und lehrt, gründet auf dem Glauben an Christus, es erhellt aber auch den Glauben an Christus." 
(Katechismus der Katholischen Kirche, 487)

,,Der hl. Irenäus sagt, daß sie, in ihrem Gehorsam für sich und das ganze Menschengeschlecht Ursache des Heils geworden ist‘. 
Deshalb sagen nicht wenige der alten Väter gern, daß der Knoten des Ungehorsams der Eva gelöst worden sei durch den Gehorsam Marias; 
und was die Jungfrau Eva durch den Unglauben gebunden hat, 
das habe die Jungfrau Maria durch den Glauben gelöst‘. 

Im Vergleich mit Eva nennen sie Maria ,die Mutter der Lebendigen‘ und öfters betonen sie: ,Der Tod kam durch Eva, das Leben durch Maria"‘ (LG 56). 
(Katechismus der Katholischen Kirche, 494)


Zum Weltfrauentag ein "Ave-Gruß" an "DIE FRAU", 
die uns die größte Würde 
und das wahre Frausein in ihrem Vorbild schenkt.

Gliebte Tochter des VATERS,
heiligste Mutter des SOHNES,
reinste Braut des HL. GEISTES,
JUNGFRAU und MUTTER - bitte für uns! 

GOTTES Segen allen Frauen 
und denen, die ihrer liebenden Sorge anvertraut sind.


© Michaela Voss