Sonntag, 24. November 2013

CHRIST-KÖNIG - Abschluss vom Jahr des Glaubens


Pomnik Chrystusa Króla w Świębodzinie
von Wistula (Eigenes Werk) [GFDL
(http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html)
oder CC-BY-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)],
via Wikimedia Commons

Der letzte Sonntag im Kirchenjahr schenkt uns einen Ausblick auf die ewige Herrschaft CHRISTI . Es ist der Sonntag, der den Monat November gleichsam krönt und ihn zum "Königskinder-Monat" macht. (Siehe den Beitrag dazu)


"So bezeugt der Geist selber unserem Geist, 
dass wir Kinder Gottes sind.
Sind wir aber Kinder, dann auch Erben; 
wir sind Erben Gottes 
und sind Miterben Christi, 
wenn wir mit ihm leiden, 
um mit ihm auch verherrlicht zu werden." 
(Röm 8,16-17)


Dieses Christkönigsfest ist auch der letzte Tag im Jahr des Glaubens, der "krönende Abschluss" im Wortsinn.

Der Glaube ist die Gabe, die alle Armut der Sünde mit dem Reichtum des Erbarmens Gottes beschenkt.
Der Glaube ist das Geschenk, das allen Verlust, den die Sünde verursacht, mit der Fülle des Heils durch die Erlösung mehr als ausgleicht.
Der Glaube ist die Aufgabe, die uns täglich neu fordert und uns sogar zu Teilhabern am Erlöserwerk CHRISTI werden lässt.
Der Glaube schenkt das Heil, das uns aus unserer "ich-Verkrümmung" hinaus wachsen lässt und uns die "Du-Fähigkeit" lehrt, wenn wir auf JESUS schauen, DER eins ist mit dem VATER und dem Heiligen GEIST. 
Der Glaube ist die Heilige Pforte, die uns offen steht und durch die wir heim finden zum himmlischen Vater.
Der Glaube ist das heilige, tragfähige Fundament inmitten einer Welt voller Treibsand in Beliebigkeit und Unverbindlichkeit.
Der Glaube weist uns den Weg, der durch JESUS CHRISTUS und im GOTTESGEIST zum VATER führt.
Der Glaube führt uns an unser Ziel und schenkt die Gemeinschaft der Kinder Gottes.

Das Geheimnis des Glaubens - die Heiligste Eucharistie - ist der Mittelpunkt unseres Glaubens und hat uns im Logo das ganze Jahr begleitet.
Es ist der verborgene KÖNIG, der verborgene und doch gegenwärtige HERR, DER SICH ganz und gar hingibt, damit wir die Fülle des Heiles empfangen.

Die Heiligste Eucharistie ist das tiefste Geheimnis der Liebe GOTTES und an der Ehrfurcht vor dem HERRN in SEINER tiefsten Herabneigung erkennt man die Tiefe des wahren Glaubens.
  • Wir können uns SEINER nicht bemächtigen - wir dürfen IHN empfangen und mit IHM eins sein.
  • Wir können IHN nicht einfach "nehmen" - sondern dürfen uns durch tägliche Umkehr und durch die Gnade bereiten (lassen), um IHN aufzunehmen und von IHM aufgenommen zu sein.
  • Wir können IHN nicht einfach "beanspruchen" im "Gleichberechtigungssinn" oder "Anspruchsdenken" - sondern wir sind berufen, uns von IHM ganz und gar in Anspruch nehmen zu lassen, SEIN Recht und SEIN Gebot in uns lebendig zu bewahren und so IHM ähnlich gestaltet zu werden - heilig und vollkommen - weil ER würdig ist! (vgl. 1Petr 1,16) 
  • KÖNIGS-Kinder sind wir und so sollen wir auch leben - nicht angepasst an die Welt, sondern Zeugen des Himmels, der uns verheißen ist. (vgl. Eph 4,1; Röm 12,2)



Wir sind durch die Heilige Taufe Erben des ewigen Königreiches geworden und das "unauslöschliche Merkmal der Getauften" ist wie eine unsichtbare Krone, die uns geschenkt ist. 

Heute ist der Begriff des Königtums rein weltlich geprägt und hat einen Hauch von Märchen, oder auch der Faszination von Macht, Reichtum und Korruption. Alte Adels- bzw. Königshäuser sind heute eine Fundgrube für die Regenbogenpresse, die sich keinen Skandal entgehen lässt und ebenso beliebte Schnappschussopfer für Paparazzi. 

Die Königsherrschaft Gottes ist im Gegensatz zu irdischen Königsgeschichten so ganz anders und hat nichts von der zweifelhaften Attraktivität oder dem Schein und Glemmer, den die Welt voller Gier sucht.

Der Thron des ewige KÖNIGS - CHRISTUS - ist in dieser Welt das Kreuz,
der "Altarthron des LAMMES"
auf den Altären dieser Welt, deren Opfer man immer geringer achtet,
sich selbst zelebriert, sich selbst verherrlicht
und aus der Liebe des Erlösers
ein Schauspiel der Entwürdigung und Selbstdarstellung macht. 

Der Thron SEINER Herrlichkeit in dieser Welt - das hl. Kreuz, der Altar, unser Herz.
Das Reich, in das ER hinabgestiegen ist, ist das Reich des Todes,
dessen Ketten ER unseretwegen aufsprengt.
SEINE Krone ist eine Dornenkrone. 

SEIN Zepter ist Erbarmen und Liebe. 
SEINE Herrschaft dient und erniedrigt sich bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz.
SEIN Reichtum ist uns Armen geschenkt,
weil ER selbst arm wurde
und besteht nicht aus Gold, Silber, Juwelen oder wirtschaftlicher Überlegenheit ...
sondern hat Ewigkeitswert.

SEIN Palast - will unser armes Herz sein,
das auf dem Gebot des VATERS aufgebaut
und mit den Gaben des GEISTES geziert ist.
ER SELBST schenkt uns, was wir IHM schenken dürfen
und erbaut SEINE Wohnung in unserer Mitte - wenn wir es IHM erlauben.


Mächtiger, ohnmächtiger KÖNIG aus Liebe zum Geschöpf!
Der KÖNIG bittet uns.
Der KÖNIG beschenkt uns.
Der KÖNIG dient uns.
Der KÖNIG wartet auf uns.
Der KÖNIG lädt uns ein.
Der KÖNIG beauftragt uns in SEINEM Namen.
Der KÖNIG offenbart uns die Geheimnisse und öffnet uns die Schatzkammern der Gnade.
Der KÖNIG nimmt uns als Söhne und Töchter an. 
Der KÖNIG macht uns zu Erben.
Der KÖNIG stirbt für unser Leben.
Der ewige KÖNIG hat Geduld mit uns, 
die wir leider allzu oft Güte mit Schwäche verwechseln,
die wir Barmherzigkeit mit Unverbindlichkeit verwechseln,
die wir Langmut mit Beliebigkeit verwechseln,
Der ewige KÖNIG hat Geduld mit uns,
die wir seine Liebe mit hemmungsloser, blinder Gleichgültigkeit beantworten,
die wir Gnade mit unfassbarer, eigenwilliger Respektlosigkeit beantworten,
die wir Sanftmut mit selbstherrlicher, gnadenloser Anmaßung beantworten.
Der ewige KÖNIG hat Geduld mit uns,
die wir unsere eigene Würde durch das Festhalten an der Sünde mit Füßen treten
und wieder zu den Fesseln der Sünde zurückkehren,

die wir unsere teuer erkaufte Freiheit so oft wieder für bitteren Sündenlohn und ohne Bußfertigkeit verkaufen,
die wir das Geschenk seiner Liebe verschmähen und in uns selbst verkrümmt bleiben wollen.

Die Herrschaft Gottes ist keine Zwangsherrschaft - aber absolut ernst zu nehmen und voll Macht und Herrlichkeit.
Das Königtum Gottes ist nicht schillernd und attraktiv im Sinne dieser Welt - aber wunderbar und voll Schönheit und Würde, voll Ewigkeitswert und unvergänglicher Seligkeit.
Wir sind geschaffen - als Krone der Schöpfung - als sichtbares Zeichen der Liebe und Herrlichkeit Gottes.
Wir sind berufen - als Erben des Reiches, als Königskinder und Ikonen - als Ebenbild des lebendigen GOTTES, der regiert in alle Ewigkeit.

Mensch bedenke Deine Würde und voll Ehrfurcht nutze Deine Freiheit.
Mensch bedenke Deine Erwählung und voll Dankbarkeit nutze die Fülle der Gaben.
Mensch bedenke Dein Erbe und in frohem Gehorsam werde DEM ähnlich, der SEIN Leben für Dich hingab, damit Du empfangen kannst, was Du mit vollen Händen weiterschenken darfst.
© m.v.

Jesus „ ...offenbarte, daß sein Messiaskönigtum sowohl in seiner göttlichen Herkunft als Menschensohn liege, „der vom Himmel herabgestiegen ist“ (Joh 3, 13)10, als auch in seiner Erlösersendung als leidender Gottesknecht:Der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele“ (Mt 20, 28)1. Darum wird der wahre Sinn seines Königtums erst vom Kreuz herab kundgetan2. Erst nach seiner Auferstehung kann sein Messiaskönigtum von Petrus vor dem Gottesvolk verkündet werden: „Mit Gewißheit erkenne also das ganze Haus Israel: Gott hat ihn zum Herrn und Messias gemacht, diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt“ (Apg 2, 36).
(Katechismus der Katholischen Kirche, vgl. 440; Hervorhebung durch die Betreiber des Blogs) 
Der Messias-König, von den Kindern und den demütig gesinnten Menschen in seiner Stadt empfangen, wird es durch das Pascha seines Todes und seiner Auferstehung herbeiführen." (Katechismus der Katholischen Kirche, vgl. 570; Hervorhebung durch die Betreiber des Blogs)

„Und ich, wenn ich über die Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen“ (Joh 12, 32). 
Das Erhöhtwerden am Kreuz bedeutet das Erhöhtwerden bei der Himmelfahrt und kündigt es an. Es ist deren Beginn. Jesus Christus, der einzige Priester des neuen und ewigen Bundes, „ist nicht in ein von Menschenhand errichtetes Heiligtum hineingegangen . . ., sondern in den Himmel selbst, um jetzt für uns vor Gottes Angesicht zu erscheinen“ (Hebr 9, 24). 
Im Himmel übt Christus sein Priestertum dauernd aus. „Darum kann er auch die, die durch ihn vor Gott hintreten, für immer retten; denn er lebt allezeit, um für sie einzutreten“ (Hebr 7, 25). 
Als „Hoherpriester der künftigen Güter“ (Hebr 9, 11) ist er Mittelpunkt und Hauptzelebrant der Liturgie, die den Vater im Himmel ehrt.

Nun sitzt Christus zur Rechten des Vaters: „Unter der Rechten des Vaters verstehen wir die Herrlichkeit und die Ehre der Gottheit, in welcher der Sohn Gottes als Gott wesensgleich mit dem Vater von Ewigkeit her existiert und in der er nun, nachdem er in den letzten Zeiten Fleisch geworden, auch dem Leibe nach sitzt, da sein Fleisch mitverherrlicht ist“ (hl. Johannes v.
Damaskus, f. o. 4, 2).

Das Sitzen zur Rechten des Vaters bedeutet den Beginn der Herrschaft des Messias. Die Vision des Propheten Daniel geht in Erfüllung: „Ihm wurden Herrschaft, Würde und Königtum gegeben. Alle Völker, Nationen und Sprachen müssen ihm dienen. Seine Herrschaft ist eine ewige, unvergängliche Herrschaft. Sein Reich geht niemals unter“ (Dan 7, 14). 
Von diesem Zeitpunkt an sind die Apostel die Zeugen der „Herrschaft“ geworden, der „kein Ende sein“ wird (Glaubensbekenntnis von Nizäa-Konstantinopel: DS 150).
(Katechismus der Katholischen Kirche, vgl. 662-664; Hervorhebung durch die Betreiber des Blogs)


„Es ist nicht die Logik der Herrschaft, der Macht, nach menschlichen Kriterien.
Es ist die Logik, sich hinzuknien und die Füße zu waschen.
Es ist die Logik des Dienstes,
die Logik des Kreuzes als Grundlage für jede Machtausübung.
In allen Zeiten war die Kirche verpflichtet, dieser Logik zu folgen und sie zu bezeugen
und so die wahre Herrschaft Gottes durchscheinen zu lassen: die der Liebe.“

(Papst Benedikt zu den neu ernannten Kardinälen am 20.11.2010)
Das Königtum Christi
"Sein Reich ist universal. 
Die alte Hoffnung Israels erfüllt sich: 
dieses Königtum Davids kennt keine Grenzen mehr. 
Es reicht "von Meer zu Meer", 
wie der Prophet Sacharja sagt (9,10), 
das heisst es umspannt die ganze Welt. 
Aber das ist nur möglich, weil es kein Königtum politischer Natur ist, 
sondern einzig und allein auf der freien Zustimmung der Liebe beruht, 
die wiederum auf die Liebe Jesu Christi antwortet,
der sich für alle gegeben hat." 

(Papst Benedikt XVI / Predigt am Palmsonntag, 5. April 2009"


„Christus hat gesagt, dass er ein König ist, aber kein König von dieser Welt. Denn seine Logik folgt nicht den Kriterien menschlicher Leistung und Macht, seine Herrschaft drängt sich nicht mit Gewalt auf. Im Gegenteil, er besiegt das Böse durch das Gute, den Hass und die Gewalt durch die Vergebung und die Liebe.
Der Thron dieses Königs, den wir heute anbeten, ist das Kreuz, und sein Triumph ist der Sieg der Liebe, einer allmächtigen Liebe, die vom Kreuz her ihre Gaben über die Menschheit aller Zeiten und aller Orte ausgiesst.

Voll Freude erhebe sich deshalb unser Hymnus des Lobes und des Dankes zu ihm, den wir[...] als König ehren, als den Allgegenwärtigen in seiner Kirche, als Sieger über den Tod, als gerechten und barmherzigen Richter, als Stein, der von den Bauleuten verworfen wurde, aber zum Eckstein geworden ist. Möge jedes Geschöpf, frei von der Knechtschaft der Sünde, ihm dienen und ihn loben ohne Ende.“ 
(Papst Benedikt in einem Schreiben an den Erzpriester der Basilika Sankt Paul vor den Mauern, 25.11.2006) 

Die "KÖNIGS-Macht" Jesu 

von Benedykt_xvi.jpg: Tadeusz Górny 
(Benedykt_xvi.jpg) [Public domain], 
via Wikimedia Commons
Worin aber besteht die "Macht" Jesu Christi als König?
Sie ist nicht die Macht der Könige und der Grossen dieser Welt: sie ist die göttliche Macht, ewiges Leben zu schenken, vom Bösen zu befreien, die Herrschaft des Todes zu besiegen.

Sie ist die Macht der Liebe, die es versteht, Gutes aus dem Bösen zu gewinnen, ein verhärtetes Herz zu erweichen, Frieden in den härtesten Streit zu tragen, die Hoffnung im finstersten Dunkel zu entflammen. Dieses Reich der Gnade zwingt sich nie auf und achtet immer unsere Freiheit. 
(Papst Bendedikt zum Angelus, 22. November 2009)
Quelle der Papstzitate: www.papstbenediktxvi.ch/

© Rosenkranz SODELIA®

Vorschlag zum Rosenkranzgebet zum heutigen Abschluss des Kirchenjahres und vom Jahres des Glaubens:


Die Trostreichen Rosenkranzgeheimnisse
(siehe Gotteslob 33,6)
  • Jesus, der als König herrscht
  • Jesus, der in seiner Kirche lebt und wirkt
  • Jesus, der wiederkommen wird in Herrlichkeit
  • Jesus, der richten wird die Lebenden und die Toten
  • Jesus, der alles vollenden wird 




Hier noch die Links zu den älteren (und sicher auch lesenswerten) CHRIST-KÖNIG-Artikeln von 2011 + 2012