Donnerstag, 31. Oktober 2013

Halloween - und das Jahr des Glaubens



Jahr des Glaubens - und die Nacht der Toten, der Hexen und Gespenster?
oder: Was tun, wenn heute wieder die Halloween-Kinder klingeln?

Es ist jedes Jahr das Gleiche,
man kommt irgendwie nicht darum herum und will das dunkle Gespenstertreiben eigentlich auch gar nicht unterstützen. Aber die Kinder klingeln auch dieses Jahr wieder an den Türen und machen das nach, was die Medien ihnen vor allem im amerikanischen Stil von Halloween vormachen.

Das Jahr des Glaubens und Halloween - wir haben überlegt, ob man da überhaupt auch nur ein Wort verschwenden sollte - und sind doch zu dem Schluss gekommen, dass man für den Glauben niemals etwas verschwenden kann, sondern immer etwas zu sagen hat.

Das Jahr des Glaubens und Halloween
Wo Aberglaube und seltsames Brauchtum eine immer größere Aufmerksamkeit auf sich ziehen, da ist es mehr als angemessen, das Licht des Glaubens in die neblig-düsteren Gruselstunden zu tragen.

Heute ist es also wieder soweit - überall.
Sogar Google nervt mit dieser grässliche Halloweenhexe auf der Suchseite, die Zeitungen schreiben darüber, Filme, Dekoration in Geschäften oder privaten Haushalten ... überall das Gleiche: Hexen, Mumien, Kürbisse, Spinnweben, grau, schwarz, gruselig und häßlich ... 


© michaela voss
Die Medien ereifern sich ebenfalls jährlich neu, eine neue, interessante Herkunftsgeschichte zu Halloween aus dem Hut zu zaubern. Da werden altertümliche Wortetymologien zu Rate gezogen, die geografischen, religiösen Ursprünge diskutiert. Es werden Mythen, Traditionen, Gebräuche usw. in den Hexenkessel des Journalismus gekippt und man versucht eine exklusive Zutat in die alte Suppe zu bekommen, die jährlich aufgewärmt und mit den Spinnweben der neuen, alten Faszination von Gespenstergeschichten garniert und dann eiskalt serviert wird.

Wikipedia hat natürlich auch einen ausführlichen Bereich dem Thema Halloween gewidmet und da man ja überall etwas darüber finden kann, müssen wir hier nichts überflüssigerweise hinzufügen.

Wir sind ja noch im Jahr des Glaubens - und heute ist der Tag, an dem aller Aberglaube Hochkonjunktur feiert?

Was also tun, wenn die Kinder an der Tür klingeln - in einem christlichen Haus - in dem man eigentlich nichts mit diesem heidnischen Gespenster- und Gruselwahnsinn zu tun haben will?


Wo man das heilige Evangelium nicht kennt, wo sich in den Köpfen die aberwitzigen und oft auch dunklen Ideen einer "Kultur ohne Erlösung" breit machen, da gilt mehr denn je das Wort der heiligen Schrift:

"Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe." (Mt 10,7)
"Blinde sehen wieder und Lahme gehen; Aussätzige werden rein und Taube hören; Tote stehen auf und den Armen wird das Evangelium verkündet." (Mt 11,5)
"... Hier wird mit Vollmacht eine ganz neue Lehre verkündet. Sogar die unreinen Geister gehorchen seinem Befehl." (Mk 1,27b)
"... Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!" (Mk 16,15) 
usw.


Halloween ist die Nacht vor Allerheiligen!
Doch statt den Vorabend (ähnlich wie die Heilige Nacht vor dem Weihnachtsfest) im Jubel über die Erlösung und die Vollendung im Licht Gottes in Freude und Dankbarkeit zu begehen, verliert sich die säkulare, Gott-entfremdete Welt in einer dunklen Nacht voller dämonischer Symbole, hoffnungsloser Vorstellungen von Tod und grausamer Gestalten, die im Dunkel nur erschrecken und als Schreckgespenster ohne Ruhe selbst nur Finsternis verbreiten. 

Wo ist also die Vollmacht der Lehre Christi in unserem Mund, in unserem Zeugnis, in unserem Leben, von der wir im Markusevangelium hören?
Wo ist die Vollmacht des Evangeliums in uns, die sogar den unreinen Geistern befehlen kann, die dem göttlichen Befehl gehorchen?
Wo ist die Vollmacht des Wortes Gottes in unserem Alltag - jetzt - heute - im Jahr des Glaubens?

Was soll man tun?
Jammern? Die Umstände beklagen? Sich über die "ach so glaubenslose Welt" und ihre Bräuche aufregen?
Oder soll man einfach stur so tun, als ob uns das gar nichts angeht?
Soll man einfach ignorieren, was die Welt heute aus der Nacht vor dem wunderbaren Fest gemacht hat, das in seinem Glanz morgen die Vollendung aller Heiligen feiert? 
Alle-Heiligen - sie sind in der Herrlichkeit Gottes ein Teil der Kirche, der oft vergessen wird, in einer Welt, die sich in Kritiksucht ertränkt, in Jammerei und Anklage ereifert und in der die Kirche nur noch auf die Fehler einzelner Menschen reduziert wird, auf Forderungen und absurde Konzepte, die sich selbst verherrlichen und die Herrlichkeit Gottes nicht mehr kennen?

Das Jahr des Glaubens ist auch als Neu-Evangelisation ausgerufen worden. 
Wenn also bei uns heute Kinder klingeln, 
dann halten wir uns nicht raus, 
wir halten uns nicht zurück, 
wir machen nicht mit (im üblichen Sinn), 
sondern wir machen was draus (im katholischen Sinn):


Bei uns bekommt heute jedes Kind, das klingelt, eine DVD oder ein anderes, kleines, christliches Geschenk, wie z.B. ein Armband, um das Evangelium weiter zu geben, statt den düsteren Brauch zu pflegen, der Christus nicht kennt. 

Besonders dankbar sind wir den Geschwistern im Glauben von Campus für Christus e.V., die mit ihrem Filmmaterial wirklich segensreiche Möglichkeiten bieten. Gerade der Film "Aufregung um Jesus" ist genial, weil er aus der Sicht von Kindern zur Zeit Jesu über das Evangelium berichtet und Kinder sich sofort mit den Figuren identifizieren und einen persönlichen Bezug zu den Geschehnissen rund um Jesus herstellen können. 
DVD mit den Filmen
Aufregung um Halloween
und dem berühmten Film
"Aufregung um Jesus"
J-Pod
DVD mit dem Film
"Aufregung um Jesus
"
Geschenkanhänger
















Wir haben so viel zu geben, wenn wir aus der Fülle der Erlösungsgeheimnisse schöpfen. 
© Osterkerze 2013
Michaela Voss
  • Wir zünden keine Kürbiskerzen an - sondern die Osterkerze
  • Wir verteilen nicht nur Süßkram, sondern schenken ein Zeugnis für den Glauben.
  • Wir halten uns nicht raus, sondern wir mischen uns ein.
  • Wir versuchen das Licht des Glaubens genau dorthin zu bringen, wo die Schatten und das Dunkel des Unglaubens gerade herumgeistern.

Halloween im Jahr des Glaubens - das ist ein Anlass, den Glauben in die dunklen Ecken des Aberglaubens zu tragen und den Hexenküchen all der düsteren Vorstellungen vom Tod - mit der Frohen Botschaft des Evangeliums zu begegnen.
Halloween im Jahr des Glaubens - das ist ein guter Anlass, die trostlosen Gestalten des Unglaubens, die Gespenster der Angst und all die "Untoten", die leben und doch das wahre Leben nicht kennen ... mit dem Licht des Evangeliums zu beschenken!
Halloween im Jahr des Glaubens - nutzen wir den Augenblick der Gnade und beten wir heute in dieser Nacht vor Allerheiligen gemeinsam 
mit allen Heiligen im Licht des Himmels 
für die Weltnacht unserer Zeit, 
dass Gott Erbarmen habe und uns alle 
aus dem Todesdunkel 
ins Licht des Lebens 
durch unseren Erlöser Jesus Christus führen möge.

Beten wir doch heute 
z.B. einen Rosenkranz am späten Abend 
für all die verirrten, herumirrenden, 
verwirrten und verwirrenden Gestalten, 
die heute Nacht ihr Unwesen treiben. 
Beten wir für die, die im Dunkel der Weltnacht von Gott gerufen sind,
dass sie doch durch die Gabe der Erlösung
ins Licht Aller-Heiligen finden sollten.
Beten wir gemeinsam um den Glauben, um das Licht des Glaubens 
gerade heute - in dieser Halloween-Nacht.
Beten wir gemeinsam um die Erlösung all der Seelen, die der Herr nach Hause rufen und befreien will.



© Michaela Voss