Mittwoch, 16. Oktober 2013

Glaube - ein Geschenk

Geschenk des Glaubens - Im Jahr des Glaubens 


Der Glaube ist zuerst ein Geschenk von Gott an uns. Geschenke kann man annehmen, oder man kann sie ignorieren und ablehnen.

Was passiert mit einem Geschenk, wenn man es niemals öffnet?
Was passiert mit einem Geschenk, das man nicht anschaut?
Was passiert mit einem Geschenk, das man einfach in den Schrank legt und sich nur denkt: "Ich hab's ja! Ich weiß ja, wo es ist. Ich werd's später, irgendwann aufmachen ...!"
Was passiert, wenn man ein ungeöffnetes Geschenk irgendwo unter einem riesen Haufen anderer Sachen liegen lässt und immer mehr oben drauf packt? ...

All das passiert auch mit dem Glauben, wenn wir uns nicht dafür interessieren, wenn wir nicht in de Gottesdienst gehen, um die Gnade für uns "zu erschließen" zu "öffnen".
All das passiert, wenn wir denken, dass wir schon irgendwo in unserem "Lebensschrank" den Glauben haben, ihn aber niemals wirklich in Anspruch nehmen, ihn uns eröffnen lassen, ihn nicht mehr sehen, ihn vergessen, ... und mit so vielen anderen Sachen des Lebens "zumüllen", bis man vom Glauben nichts mehr sieht, weil so viel darüber liegt.

Gott wartet, dass wir seine Geschenke öffnen und voll Freude auch "Danke" sagen, für die wunderbaren Dinge, die er uns schenken will. 

Man kann den Glauben erst leben,
wenn man ihn zuvor empfangen hat.
Man kann den Glauben erst verkünden, wenn man ihn zuvor empfangen hat.
Man kann vom Glauben erst Zeugnis geben, wenn man ihn zuvor empfangen hat. 
Man kann über den Glauben erst dann sinnvoll sprechen, wenn man ihn zuvor empfangen hat und weiß, wovon man spricht.

Der Glaube ist eine Gabe, die der Wahrheit wie eine Quelle entspringt und wie ein Gewand das Leben einhüllt - und keine subjektive, wandelbare "Meinung", die man in Dosen verkaufen oder sich selbst auf den Leib schneidern könnte.
Der Glaube ist ein Gottesgeschenk aus der Verbindlichkeit seiner Wahrheit und Liebe - und kein beliebig verbiegbares "Diskussionsobjekt", keine theoretische Unwägbarkeit ohne Wirkung oder Anspruch.
Der Glaube ist heilig und mächtig - und in all seiner Schönheit auch fragil und verwundbar.


II Die Merkmale des Glaubens
Der Glaube ist eine Gnade
153 Als Petrus bekennt, daß Jesus der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes ist, sagt Jesus zu ihm: ,,Nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel" (Mt 16, 17) [Vgl. Gal 1,15; Mt 11,25.]. Der Glaube ist ein Geschenk Gottes, eine von ihm eingegossene übernatürliche Tugend. ,,Damit dieser Glaube geleistet wird, bedarf es der zuvorkommenden und helfenden Gnade Gottes und der inneren Hilfen des Heiligen Geistes, der das Herz bewegen und zu Gott umkehren, die Augen des Verstandes öffnen und ,allen die Freude verleihen soll, der Wahrheit zuzustimmen und zu glauben"‘ (DV 5).

Der Glaube und der Verstand

156 Der Beweggrund, zu glauben, liegt nicht darin, daß die geoffenbarten Wahrheiten im Licht unserer natürlichen Vernunft wahr und einleuchtend erscheinen. 
Wir glauben ,,wegen der Autorität des offenbarenden Gottes selbst, der weder sich täuschen noch täuschen kann" (1. Vatikanisches K.:DS 3008). 

,,Damit nichtsdestoweniger der Gehorsam unseres Glaubens mit der Vernunft übereinstimmend sei, wollte Gott, daß mit den inneren Hilfen des Heiligen Geistes äußere Beweise seiner Offenbarung verbunden werden" (ebd.: DS 3009). 

So sind die Wunder Christi und der Heiligen [Vgl. Mk 16,20; Hebr 2,4.], die Weissagungen, die Ausbreitung und Heiligkeit der Kirche, ihre Fruchtbarkeit und ihr Fortbestehen ,,ganz sichere und dem Erkenntnisvermögen aller angepaßte Zeichen der göttlichen Offenbarung" (DS 3009), Beweggründe der Glaubwürdigkeit [Vgl. DS 3013.], die zeigen, daß ,,die Zustimmung zum Glauben keineswegs eine blinde Regung des Herzens ist" (DS 3010).

157 Der Glaube ist gewiß, gewisser als jede menschliche Erkenntnis, denn er gründet auf dem Wort Gottes, das nicht lügen kann. 

Zwar können die geoffenbarten Wahrheiten der menschlichen Vernunft und Erfahrung dunkel erscheinen, aber ,,die Gewißheit durch das göttliche Licht ist größer als die Gewißheit durch das Licht der natürlichen Vernunft" (Thomas v. A., s. th. 2-2,171,5, obj. 3).

 ,,Zehntausend Schwierigkeiten machen keinen einzigen Zweifel aus" (J. H. Newman, apol.).



Das Jahr des Glaubens neigt sich zwar langsam dem Ende zu, 

aber der Glaube ist uns täglich neu geschenkt, will wachsen, sich vertiefen, lebendig in uns werden.

Darum werden die Website von www.jahrdesglaubens.de und auch das Blog hier verknüpft mit der Domain www.glauben-vertiefen.de

Denn: ES GEHT WEITER!

Gottes Segen und im Gebet verbunden,
Doreén Knopf / Michaela Voss (Administratoren der Sites)