Donnerstag, 12. September 2013

12. September - Fest Maria Namen


12. September

Fest Maria Namen 


Ein Fest im Kirchenjahr, das erst seit dem 16. Jahrhundert gefeiert wurde und seit 1970 nur noch im deutschen Sprachraum übrig blieb. 

Der Name MARIA - ein Geheimnis im mehrfachen Sinn. Die bekanntesten (Be-)Deutungen dieses Namens sind (im Schott Messbuch):
  • „Die von Gott (Jahwe) Geliebte, Bevorzugte“ (ägyptische Herkunftsdeutung)
  • Herrin
  • Schöne
  • Stern des Meeres

"Der Name ist biblisch gesehen mehr als nur eine simple Ruf-Bezeichnung.

Im Namen ist die ganze Person präsent und so ist das Wissen um den Namen mit einer Vollmacht verbunden, die Zugang zum ganzen Wesen des Genannten bekommt. 

Wenn wir in der Offenbarung des Johannes lesen: "Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt: Wer siegt, dem werde ich von dem verborgenen Manna geben. Ich werde ihm einen weißen Stein geben und auf dem Stein steht ein neuer Name, den nur der kennt, der ihn empfängt." (Offb 1,17) kommt ein wenig zum Ausdruck, wie groß der Name in seiner Bedeutung ist.
Gott und der Gerufene allein kennen den wahren Namen, denn er umfasst die gesamte Person mit all ihren Eigenschaften, Eigenheiten, und der einzigartigen, einmaligen Berufung. 

Im Wort "Berufung" ist vielleicht am eindrücklichsten dieses Geheimnis angedeutet. 
Nur der, der wirklich bei seinem einzigartigen Namen seines Wesens "gerufen" ist, wird sich auch angesprochen fühlen. Berufung ist Interaktion der Gnade Gottes in seinem "Ruf" mit dem Innersten eines Menschen, das sich ins ganze Leben hinein entfalten will, um ihn zu vollenden.
Im Namen vereinen sich der ganz persönliche, individuelle Aspekt und auch der soziale Charakter, der Gemeinschaft erlaubt. 
Der Name einer Person wird immer mehr erfüllt von ihrer Einzigartigkeit, so dass beim Aussprechen des Namens die Person in allem gegenwärtig wird, was sie ausmacht. Er hat also einen gewissen offenbarenden Charakter. 
Andererseits schafft der Name Gemeinschaft und die Möglichkeit, Kontakt aufzunehmen, zu interagieren. Wenn ich z.B. alle möglichen Wörter durch einen Raum voller Leute spreche, kann sich davon niemand angesprochen fühlen. Wenn ich aber den Namen einer anwesenden Person nenne, dann wird diese darauf reagieren und Kommunikation auf einer anderen Ebene ermöglichen.

In den Namen Gottes offenbaren sich verschiedene Eigenschaften Gottes und doch bleibt Gott im Alten Testament unerreichbar und unaussprechlich.
Erst in Jesus Christus kommt diese große Vertrautheit im neuen Namen Gottes, der sich uns offenbart: "VATER!" Jesus hat uns nicht nur ein Wort geschenkt, sondern die Offenbarung des Namens unseres Vatergottes lässt uns bereits an Gott in einer Weise teilhaben, die bis dahin undenkbar war.

Es ist nicht umsonst das zweite Gebot, den Namen Gottes nicht zu verunehren. 
Im Namen Gottes offenbart er sich, lässt uns in Gemeinschaft mit ihm treten und den heiligsten Namen Gottes zu missbrauchen ist wie ein Verrat an der Liebe Gottes.
"Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, damit sie eins sind wie wir. Solange ich bei ihnen war, bewahrte ich sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast."  
Hier leuchtet mit großer Schönheit und auch ehrfurchtgebietender Klarheit auf, welche Kraft und Gnade im Heiligsten Namen Gottes liegt, der über uns ausgerufen ist." 
(Auszug aus unserem Partnerblog www.evangelium-vom-tag.de

Postkarte: www.agnus-dei-verlag.de


Der Name der Jungfrau und Gottesmutter ist also weit mehr, als nur eine Rufbezeichnung.
MARIA ist ein wunderbares Geheimnis und gleichzeitig eine große Offenbarung GOTTES, 
in der uns der Mensch vor Augen gestellt wird, der "voll der Gnade ist (vgl. Lk 1,28)". 

In seiner Enzyklika "REDEMPTORIS MATER" schreibt Papst Johannes Paul II.
"... Maria ist also im Geheimnis der Kirche gegenwärtig als Vorbild. ... 
Und hierbei ist Maria nicht nur Vorbild und Typus der Kirche, sondern weit mehr. Denn »in mütterlicher Liebe wirkt sie mit bei der Geburt und Erziehung« der Söhne und Töchter der Mutter Kirche. 
Die Mutterschaft der Kirche verwirklicht sich nicht nur nach dem Vorbild und dem Typus der Mutter Gottes, sondern auch durch ihre »Mitwirkung«. 
Die Kirche schöpft in reichem Maße aus dieser Mitwirkung, ..." (Nr. 44)

Man kann die Kirche nicht von Maria trennen. Wer Maria verneint oder unbeachtet lässt, 
der verneint das vollkommene Werk und die tiefste Gnadengabe Gottes in ihr 
und damit verneint und verachtet man letztlich Gott selbst.
Wer das Lob Mariens kennt und singt, der kennt das Lob Gottes und preist den Schöpfer, der sich in Maria auf einzigartige Weise verherrlicht hat - in der "Frau, die voll der Gnade ist", in der "Frau, die in der Fülle des Glaubens die Fülle der Gnade empfängt ..."!

Die Lauretanische Litanei preist die Gnade Gottes in Maria mit verschiedensten Attributen, die im Tiefsten Gottes Gnadenwirken loben und ehren.

Auch der in der Ostkirche so berühmte Hymnus Akathistos ist auch ein kostbares Zeugnis für die Wunder und Gnade, durch die Gott mit und in einem Menschenkind wirkt und sich verherrlicht.
Maria - das ist der heilige Name der geliebten Tochter des Vaters, der jungfräulichen Mutter des Sohnes und der geliebten Braut des Heiligen Geistes.
Maria - das ist der heilige Name des vollkommenen Geschöpfes, das Gott sich bereitet hat, um durch die Menschwerdung des Erlösers alle Menschen zu befreien und zu heilen.
Maria - das ist der heilige Name der Gott verherrlicht, weil Gott sich in ihr verherrlicht hat.

Hier zum Betrachten der Hymnus Akathistos mit seinen wunderbaren Lobpreisungen, die das Licht Gottes reflektieren, das sich im "Stern des Meeres" in MARIA spiegelt.

(ein Auszug - französisch) http://youtu.be/5xl6OmiiCrE


Vorspann

Ist ein Priester gegenwärtig, beginnt man folgendermaßen: 
P: Gepriesen sei unser + Gott allezeit, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. 
A: Amen.

Ist kein Priester gegenwärtig, beginnt man wie folgt: 
Im Namen des Vaters, desSohnes und des Heiligen Geistes. Amen. (dreimal)

Durch die Gebete unserer heiligen Väter, Herr Jesus Christus, erbarme Dich unser.
Ehre sei + Dir, unser Gott, Ehre sei Dir. 

Himmlischer König, Tröster, Geist der Wahrheit,* der Du überall bist und alles erfüllst,* Schatzkammer aller guten Gaben und Spender des Lebens.* Komm und nimm Wohnung in uns,* reinige uns von jeglichem Makel* und rette, o Guter, unsere Seelen. Heiliger + Gott, heiliger Starker, heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser. (dreimal)

Ehre sei dem + Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste,* jetzt und allezeit und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Allheilige Dreifaltigkeit, erbarme Dich unser,* Herr, mach uns rein von unseren Sünden.* Gebieter, vergib unsere Verfehlungen,* Heiliger, blick auf uns hernieder und heile unsere Schwächen* um Deines Namens Willen.
Herr, erbarme Dich. (dreimal)

Ehre sei dem + Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste,* jetzt und allezeit und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Vater unser im Himmel,* geheiligt werde dein Name.* Dein Reich komme.* Dein Wille geschehe,* wie im Himmel, so auf Erden.* Unser tägliches Brot gib uns heute.* Und vergib uns unsere Schuld,* wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.* Und führe uns nicht in Versuchung,* sondern erlöse uns von dem Bösen.

Nur wenn ein Priester gegenwärtig ist: 
P: Denn Dein ist das Reich, die Macht und die Herrlichkeit, des Vaters + und des Sohnes und des Heiligen Geistes, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. 
A: Amen.
Hier beginnt der eigentliche Hymnos "Akáthistos"

Unbesiegbare Heerführerin, dir gelten die Lieder des Sieges! 
Aus der Gefahr befreit, bringt deine Stadt, Gottesgebärerin, dir Hymnen des Dankes entgegen. Du, von unwiderstehlicher Macht, befreie mich von jeder Gefahr, damit ich dir zurufen kann: 

A: Sei gegrüßt, du jungfräuliche Mutter!

1. Teil Die Verkündigung des Herrn (Lk 1,26-38)
P: Aus dem Himmel her trat ein Erzengel in die Welt des Sichtbaren, der Gottesmutter den Freudengruß zu sagen. Und als er dich mit seinem leiblosen Wort zugleich leibhaft werden sah, o Herr, da stand er außerstande und jubelte ihr zu: Sei gegrüßt, durch dich leuchtet das Heil hervor; sei gegrüßt, dunkel wird das Unheil vor dir.
Sei gegrüßt, den gefallenen Adam richtest du wieder auf; 
sei gegrüßt, von ihren Tränen erlösest du Eva. 
Sei gegrüßt, allem menschlichen Überlegen hoch überlegen bist du; 
sei gegrüßt, so abgrundtief erschauen dich die Engel nicht einmal. 
Sei gegrüßt, von Uranfang des Friedefürsten Thron; 
sei gegrüßt, denn du trägst den, der alles erträgt. 
Sei gegrüßt, du Stern, der offenbart die Sonne; 
sei gegrüßt, aus deinem Leib wird Gott der Menschensohn. 
Sei gegrüßt, aus dir wird die Schöpfung neu geboren; 
sei gegrüßt, durch dich wirkt der Schöpfer ungeboren als Kind. 
Sei gegrüßt,* du jungfräuliche Mutter!

P: So ganz ihres lauteren Wesens inne bekannte sie vor Gabriel: Das Wunder deiner Rede vermag ich nicht wahrzuhaben; denn mit Jauchzen kündest du mir die göttliche Erwählung an: Halleluja, Halleluja,* Halleluja!

P: Die unerkannte Kunde zu erkunden suchend, flehte die Jungfrau zum Gottesdiener: Wie es mir möglich sei, aus meinem unversehrten Leibe Gottes Sohn zu gebären, das sollst du mir sagen! Jener aber sprach voll Schauer, umso mehr ihr verkündend:

Sei gegrüßt, der geheimnisvolle Ratschluss ist dir anvertraut; 
sei gegrüßt, Vertrauende, da es des Schweigens bedarf. 
Sei gegrüßt, der Wunder Christi bist du der Anbeginn; 
sei gegrüßt, der Inbegriff von allen seinen Lehren bist du. 
Sei gegrüßt, Himmelsleiter, darauf Gott herniederstieg; 
sei gegrüßt, unsere Brücke von der Erde zum Himmelreich. 
Sei gegrüßt, von den Engeln wieder und wieder erwogenes Wunder; 
sei gegrüßt, du für die Widersacher heillose Wunde. 
Sei gegrüßt, empfangen hast du unsagbar das Licht; 
sei gegrüßt, niemanden hast du gelehrt, wie solches geschieht. 
Sei gegrüßt, die der Weisen Weisheit übertrifft; 
sei gegrüßt, die der Gläubigen Glauben vertieft. 
Sei gegrüßt,* du jungfräuliche Mutter!

P: Da überschattete die Kraft des Allerhöchsten die Unvermählte, und ihren mütterlichen Schoß ließ sie einen würdigen Nährboden werden allen, die Erlösung ernten wollen, indem sie also singen: Halleluja, Halleluja,* Halleluja!

Besuch Mariens bei Elisabeth (Lk 1,39-56) 
P: Da Maria Gott empfangen, eilte sie zu Elisabeth. Deren Ungeborenes erkannte sogleich ihren liebenden Gruß und freute sich ihrer Freude, als sänge es der Mutter Gottes:

Sei gegrüßt, Reis des nie verdorrenden Stammes; 
sei gegrüßt, reich bist du an lauterer Frucht. 
Sei gegrüßt, du ernährst den, der uns Nahrung gewährt; 
sei gegrüßt, du geleitest zum Leben den, der unser Leben leitet. 
Sei gegrüßt, solchen Reichtum des Erbarmens ziehst du auf deiner Flur; 
sei gegrüßt, wie von einem Altar hebst du den Segen der Versöhnung. 
Sei gegrüßt, dass du dem Leibe Stärkung in Fülle gewährst; 
sei gegrüßt, dass du den Seelen die bergende Hülle bereitest. 
Sei gegrüßt, des Lobgesanges Weihe; 
sei gegrüßt, du Aussöhnung für das unendliche All. 
Sei gegrüßt, du bist Gottes Wohlgefallen bei den Sterblichen; 
sei gegrüßt, der Sterblichen Fürbitte bei Gott bist du. 
Sei gegrüßt,* du jungfräuliche Mutter!

Die Zweifel des heiligen Josef (Mt 1,18-21) 
P: Ein innerer Ansturm zweideutiger Gedanken verwirrte den besonnenen Josef. Er, der dich als die Unvermählte kannte, tadelte dich im Argwohn hinterlistiger Verbindung, du ohne Fehl. Als er aber deiner Erwählung vom Heiligen Geiste gewahr wurde, sprach er: Halleluja, Halleluja,* Halleluja!

2. Teil Die Anbetung der Hirten (Lk 2,8-20)
P: Aus den Jubelchören der Engel vernahmen die Hirten die fleischgewordene Gegenwart Christi. Wie zu einem Hirten liefen sie zu ihm und sahen das Lamm Gottes unschuldig in Mariens Schoße weiden. Da jubelten auch sie:

Sei gegrüßt, des Lammes Mutter und des Hirten; 
sei gegrüßt, Hürde der geistigen Schafe 
Sei gegrüßt, du beschützest vor den unerkannten Gegnern; 
sei gegrüßt, du erschließest das Heiligtum des Paradieses. 
Sei gegrüßt, die Himmel jauchzen mit der Erde; 
sei gegrüßt, in Christus frohlocken alle Geschöpfe. 
Sei gegrüßt, durch dich sind die Apostel mündig geworden; 
sei gegrüßt, an dir haben die Märtyrer Gleichmut gewonnen. 
Sei gegrüßt, du starker Halt des Glaubens; 
sei gegrüßt, du lichte Offenbarung der Gnade. 
Sei gegrüßt, durch dich wird die Unterwelt entmachtet; 
sei gegrüßt, von dir sind wir im Glauben ermächtigt. 
Sei gegrüßt, du jungfräuliche Mutter!

Die Anbetung der Sterndeuter (Mt 2,1-12) 
P: Einen Stern beachteten die Weisen, der sie auf Gott hin deutete. Sie vermochten dessen Weisung zu folgen und hielten sich daran gleichwie an eine Fackel. So fanden sie den Herrschenden-Mächtigen. Nun ihm nahe, sagten sie dem Unnahbaren ihre Liebe zu: Halleluja, Halleluja,. Halleluja!

P: Die den Stern deuten, sahen in den Händen der Jungfrau den, der mit seiner Hand die Menschen gebildet. Eingedenk dessen, dass er in Knechtesgestalt jedoch ihr Gebieter sei, trachteten sie mit ihren ehrenden Gaben ihm zu dienen und der Benedeiten zu huldigen:

Sei gegrüßt, Mutter des allerheiligsten Sternes; 
sei gegrüßt, Morgenglanz des mystischen Lebens. 
Sei gegrüßt, den glühenden Irrtum löschest du aus; 
sei gegrüßt, allen der Dreifaltigkeit Geweihten zeigst du ihre Majestät. 
Sei gegrüßt, Gewalt verwirfst du und Unmenschlichkeit; 
sei gegrüßt, in Christus schauen wir den Menschenfreund als Herrn. 
Sei gegrüßt, du befreist uns von heidnischem Götzendienst; 
sei gegrüßt, du bewahrst uns vor der Ausgeburt der Zwietracht. 
Sei gegrüßt, du setzest der Anbetung des Feuers ein Ende; 
sei gegrüßt, du befreist die von Begierden Besessenen. 
Sei gegrüßt, den Gläubigen weisest du den Weg zur Weisheit; 
sei gegrüßt, alle Wesen erfüllst du mit Seligkeit. 
Sei gegrüßt, du jungfräuliche Mutter!

P: Zu gotterfüllten Kindern geworden, kehrten die Seher zurück nach Babyion und erfüllten dort die Prophezeiung, indem sie allen dich als den Messias verkündeten. Herodes, den Heuchler, verließen sie, der Lob zu singen nicht verstand: Halleluja, Halleluja,* Halleluja!

Die Flucht nach Ägypten (Mt 2,13-15) 
P: Nach Ägypten hast du das Feuer der Wahrheit getragen, das Dunkel des Irrwahns hat sich verflüchtigt. Dir, Erretter, unterlagen seine Götzen, da sie an deiner Macht nichts vermochten. Die aber so befreit waren, dankten der Gottesgebärerin:

Sei gegrüßt, du erneuerst die Würde des Menschen; 
sei gegrüßt, zu Grunde gehen lässt du die Verführer. 
Sei gegrüßt, zertreten hast du den betrogenen Betrüger; 
sei gegrüßt, die vergötterten Abgötter hast du entthront. 
Sei gegrüßt, du Meer, das verschlungen die Welt der Pharaonen; 
sei gegrüßt, du Fels, daran getrunken, die nach Leben dürsten. 
Sei gegrüßt, Flammenzeichen, welches die Umnachteten geführt; 
sei gegrüßt, du Schutzmantel um aller Welt Drangsal. 
Sei gegrüßt, du Nahrung, die das Manna abgelöst; 
sei gegrüßt, denn du dienst mit heiliger Speise. 
Sei gegrüßt, du Land der Verheißungen; 
sei gegrüßt, daraus Milch und Honig fließt. 
Sei gegrüßt, du jungfräuliche Mutter.

Die Darstellung Jesu im Tempel (Lk 2,25-35) 
P: Als Simeon bestimmt war, vor der Schwelle zwischen Zeit und Ewigkeit zu stehen, da wurdest du, o Herr, als Kind ihm dargereicht. Er aber schaute zudem den vollkommenen Gott in dir. Außer sich vor Staunen über dein unvorstellbares Dasein rief er aus: Halleluja, Halleluja,. Halleluja!

3. Teil Das Mysterium der Menschwerdung des Schöpfers
P: Eine neue Schöpfung brachte der Schöpfer hervor, die so noch nie war, da er uns erschien, die wir von ihm geschaffen. Aus dem jungfräulichen Schoß stammt er und behütet ihn, wie er war: - rein, auf dass wir das Wunder wahrhaben und mit Lobgesang die Gottesmutter preisen:

Sei gegrüßt, Blüte der Unvergänglichkeit; 
sei gegrüßt, Sieg der Gewaltlosigkeit. 
Sei gegrüßt, der Auferstehung leuchtende Spur; 
sei gegrüßt, den Engeln gleich lebst du im Lichtschein. 
Sei gegrüßt, herrlich fruchtender Baum, der die Gläubigen labt; 
sei gegrüßt, schützendes Laubdach, darunter viele sich bergen. 
Sei gegrüßt, den Ziellosen hast du den Weg gewiesen; 
sei gegrüßt, anheimgestellt hast du den Unfreien die Freiheit. 
Sei gegrüßt, ehrfürchtig stehst du vor dem AlI-Richter; 
sei gegrüßt, in dir findet unser Fehlen Beistand bei ihm. 
Sei gegrüßt, denen, die ohne Zuversicht wandern, bist du ein Gewand; 
sei gegrüßt, dein Lieben ist über alles Verlangen groß. 
Sei gegrüßt, du jungfräuliche Mutter!

P: Solch ungewöhnlicher Geburt nachsinnend werden wir dem Gewöhnlichen mehr und mehr entwöhnt und wenden unser Sinnen zum Himmel. Denn der Gewaltige hat die Schwäche des Menschseins auf sich genommen, damit er aus der Tiefe führe, die als Herrn ihn glauben: Halleluja, Halleluja,* Halleluja!

P: Ganz war er eins mit uns bis in den Tod und war seiner Gottheit doch gar nie entkleidet. Nicht dass er etwa von einem Ort hin zu einem andern ging; sondern hernieder kam das unumschränkte Wort in der Niederkunft der Jungfrau. Uns neigt sie sich zu: Sei gegrüßt, Raum Gottes, den der Raum nicht zu fassen vermag;

sei gegrüßt, Zugang zum unverfügbaren Geheimnis. 
Sei gegrüßt, den Ungläubigen ein widersprüchliches Gerücht; 
sei gegrüßt, den Gläubigen ein unwidersprochenes Rühmen. 
Sei gegrüßt, du auserwähltes Gefährt dessen über den Cherubim; 
sei gegrüßt, du erlesenes Gefäß dessen über den Seraphim. 
Sei gegrüßt, Unversöhnliches hast du versöhnt; 
sei gegrüßt, jungfräulich hast du geboren. 
Sei gegrüßt, vergänglich geworden ist durch dich unser Vergehen; 
sei gegrüßt, das Paradies hast du wieder zugänglich gemacht. 
Sei gegrüßt, du bist der Schlüssel zu Christi Königreich; 
sei gegrüßt, du nährst die Hoffnung auf die ewige Güte. 
Sei gegrüßt, du jungfräuliche Mutter!

Engel erschauern vor dem Geheimnis der Inkarnation 
P: Durch und durch erschauerten die Engel vor dem gewaltigen Geschehen deiner Menschwerdung. Sie nämlich schauten den Unzugänglichen vordem als Gott, nun aber als Menschen zugänglich allen, wie er mitten unter uns wohnt und von uns allen hört: Halleluja, Halleluja,. Halleluja!

Maria thront über den Rhetoren 

P: Sprachlos werden die wortwendigen Redner vor dir, o Gottesmutter. Solcher Ohnmacht versagt sich das Wort: wie du jungfräulich gebären konntest. Staunend schauen wir das Geheimnis des Glaubens:

Sei gegrüßt, du Gefäß der Weisheit Gottes; 
sei gegrüßt, du Gemach seiner Vorsehung. 
Sei gegrüßt, Philosophen hast du an die Grenzen geführt; 
sei gegrüßt, Wissensforschern hast du das Unerforschliche gezeigt. 
Sei gegrüßt, denn die gelehrten Streiter schwindelte; 
sei gegrüßt, denn die Mythendichter schwanden dahin. 
Sei gegrüßt, spitzfindige Denkgeflechte hast du zerrissen; 
sei gegrüßt, gefüllt hast du die Netze der Fischer. 
Sei gegrüßt, aus unbekanntem Abgrund hast du uns herausgeführt; 
sei gegrüßt, bereichert hast du viele an Erkenntnis. 
Sei gegrüßt, du rettendes Schiff derer, die erstreben das Heil; 
sei gegrüßt, du Hafen derer, die das Leben erfahren. 
Sei gegrüßt, du jungfräuliche Mutter!

Gott will seine Schöpfung erlösen 
P: Der All-Herrscher hat sich erboten, das Universum seiner Schöpfung zu erlösen. Unser Gott, unser Hirte, erschien uns als Lamm. Ihn, der sich für uns und uns zu seinesgleichen bestimmt hat, beten wir an: Halleluja, Halleluja,* Halleluja!

4. Teil Maria thront über den Jungfrauen
P: Bei dir, jungfräuliche Gottesgebärerin, sind die Jungfrauen geborgen und alle, die zu dir Zuflucht nehmen. Denn des Himmels und der Erde Schöpfer schmückte dich, Reine, da er in dir als seiner Mutter wohnte und alle lehrte, dir zuzurufen.

Sei gegrüßt, du Pfeiler der Reinheit; 
sei gegrüßt, du Pforte zum Erlösungswerk. 
Sei gegrüßt, durch dich wird der menschliche Geist neu geprägt; 
sei gegrüßt, du stattest ihn aus mit göttlicher Gnade. 
Sei gegrüßt, denn du überzeugst jene, die das Vergangene betrog; 
sei gegrüßt, denn du begeisterst die Entgeisterten. 
Sei gegrüßt, weil du vernichtest, was die Seelen verdirbt; 
sei gegrüßt, weil du den gebierst, der Lauterkeit sät. 
Sei gegrüßt, du Brautgemach des unversehrten Verlöbnisses; 
sei gegrüßt, die sich ihm vertrauen, die vertraust du dem Herrn. 
Sei gegrüßt, du keusches Leitbild der Heranwachsenden; 
sei gegrüßt, bräutlich geleitest du heilige Seelen. 
Sei gegrüßt, du jungfräuliche Mutter!

Maria thront über den Sängern 
P: Jeglicher Lobgesang vermisst sich vergebens, das Ausmaß deines unendlichen Erbarmens zu ermessen. Könnten wir dir selbst eben so viele Loblieder opfern, wie Sandkörner sind, Heiliger König, nichts vermochten wir zu vollenden, dem angemessen, was du uns geschenkt hast, die wir zu dir rufen: Halleluja, Halleluja,. Halleluja!

P: Im leuchtenden Strahlen kleide den Verblendeten erschienen, schauen wir die Heilige Jungfrau. Seit sie das ewige Feuer ergriffen, führt sie auf immer zur Gotteserkenntnis, strahlenden Blickes den Geist erleuchtend. Wir huldigen ihr mit Rufen:

Sei gegrüßt, du Morgenstern der geistigen Sonne; 
sei gegrüßt, du Lichtträger des Allerheiligsten. 
Sei gegrüßt, du Wetterstrahl, der unsere Seelen trifft; 
sei gegrüßt, wie vor dem Donnergroll entsetzen sich die Feinde. 
Sei gegrüßt, du bringst die himmlische Erleuchtung ans Licht; 
sei gegrüßt, denn dir entquillt, was überquellend uns tränkt. 
Sei gegrüßt, das heilende Bad stellst du vor; 
sei gegrüßt, den Makel der Sünde nimmst du fort. 
Sei gegrüßt, du Schale, darin das Gewissen geläutert; 
sei gegrüßt, du Kelch, daraus Jubel geschenkt. 
Sei gegrüßt, du mystische Rose, daraus uns Christus entströmt; 
sei gegrüßt, du der Inbrunst kostbarer Odem. 
Sei gegrüßt, du jungfräuliche Mutter!

Christus zerreißt den Schuldbrief 
P: Weil er aus Liebe alle begnadigen wollte, welche der Strafe schuldig sind, kam ureigens er, der alle Menschen freispricht, heim als ein Fremder zu denen, welche fern seiner Gnade lebten. Und als er so den Schuldbrief zerriss, hörte er aus aller Munde: Halleluja, Halleluja,. Halleluja!
Maria thront über den Heiligen und Priestern 

P: Deinem Sohn Lob singend wollen wir alle auch dich als lebendiges Heiligtum preisen, o Gottesgebärerin. Der in deinem Leibe gewohnt hat, der mit seiner Hand alles zusammenhält, der Herr hat dich geheiligt, dich verherrlicht und uns gelehrt, dir zu singen:

Sei gegrüßt, du Tempel Gottes und des Wortes; 
sei gegrüßt, heilig bist du über allen Heiligen. 
Sei gegrüßt, du vom Heiligen Geiste vergoldeter, Schrein; 
sei gegrüßt, du unschätzbarer Quell des Lebens. 
Sei gegrüßt, du Ehrenkrone aller, die Gott fürchten; 
sei gegrüßt, rühmend erhöhst du priesterliche Diener. 
Sei gegrüßt, bei dir ist die Kirche geborgen; 
sei gegrüßt, des Reiches uneinnehmbare Mauer. 
Sei gegrüßt, du setzest Zeichen der Überwindung; 
sei gegrüßt, durch dich fallen die feind Gesinnten ab. 
Sei gegrüßt, meine Seele geleitest du; 
sei gegrüßt, meinen Leib machst du heil. 
Sei gegrüßt, du jungfräuliche Mutter!

Schlußgebet 
P: Du über alles gepriesene Mutter hast geboren das allen Heiligen heiligste Wort. Nimm auf, was wir hier und jetzt vor dich bringen, von allem Missgeschick uns zu befreien, und bewahre uns vor zukünftiger Strafe, die wir einig beten: Halleluja, Halleluja,* Halleluja!
Ist ein Priester gegenwärtig, endet das Gebet wie folgt:

P: Weisheit. 
A: Geehrter als die Cherubim* und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim,* unversehrt hast du das göttliche Wort geboren:* du wahrhaft Gottesgebärerin, sei hochgepriesen.

P: Ehre sei + Dir, Christus, Gott, unsere Hoffnung, Ehre sei Dir. 
A: Ehre sei dem + Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und allezeit und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Herr, erbarme Dich, Herr, erbarme Dich, Herr, erbarme Dich. Gib den Segen.

P: Christus, unser wahrer Gott, durch die Fürsprache Seiner allreinen Mutter, der heiligen, glorreichen und allverehrten Apostel, unserer gotttragenden Väter und aller Heiligen, erbarme sich und errette uns, denn Er ist gütig und liebt die Menschen. 
A: Amen.

Ist kein Priester gegenwärtig, endet man wie folgt: 
Durch die Gebete unserer heiligen Väter, Herr Jesus Christus, erbarme Dich unser. Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. (dreimal)
Vollkommener Ablass

Ein vollkommener Ablass wird demjenigen Christgläubigen gewährt, der den Hymnus "Akathistos" oder das Offizium Paráklesis andächtig betet in einer Kirche oder einer öffentlichen Kapelle oder auch in der Familie, einer religiösen Gemeinschaft, einer christlichen Vereinigung und überhaupt, wenn mehrere zu einem ehrenvollen Zweck zusammenkommen; in anderen Fällen ist es ein Teilablass. (EI 1999, Nr. 23, § 1, S. 681)
"Um den vollkommenen Ablass zu gewinnen, ist es nicht erforderlich, den gesamten Hymnos ,Akáthistos' zu beten; es genügt das ununterbrochene Gebet irgendeines Teiles gemäß rechtmäßiger Gewohnheit" (EI 1999, Nr. 23, S. 69).
Bislang galten diese Ablassgewährungen nur für Angehörige von Orientalischen Rituskirchen (vgl. HA 1989, Nr. 48, § 4, S. 56). Nun können auch die Christen der Westkirche den damit verbundenen Ablass gewinnen. Dies begründet das Ablassbuch wie folgt: »Kraft ihrer Katholizität“bringen die einzelnen Teile der Kirche ihre eigenen Gaben den übrigen Teilen und der ganzen Kirche hinzu", so dass das Ganze und die einzelnen Teile gefördert werden (»Lumen gentium« 13) hinsichtlich der universellen geistlichen Gaben der göttlichen Freigebigkeit. So ist es gekommen, dass die Gebete aus verschiedenen orientalischen Traditionen auch bei den Gläubigen des lateinischen Ritus, besonders in den letzten Jahren, Verbreitung fanden und mit keinem geringen Vorteil für die religiöse Frömmigkeit, sei es die private, sei es die öffentliche, in Gebrauch kamen.« (EI 1999, Nr. 23, S. 68)
Quelle

Peter Christoph Düren: Der Ablass in Lehre und Praxis, Die vollkommenen Ablässe der Katholischen Kirche, Stella Maris Verlag, Buttenwiesen 2000 (2. Auflage; Mit kirchlicher Druckerlaubnis des Bischöflichen Ordinariates Augsburg, Nr. 1225 vom 30. März 2000 Prälat Konstantin Kohler, Generalvikar) ISBN 3-934225-04-7


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