Sonntag, 21. April 2013

Priestertum - Gedanken

Priesterweihe im Jahr des Glaubens und Gedanken dazu

Das Priestertum ist in seiner Würde und Verantwortung ein tiefes Geheimnis, das in der Liebe GOTTES verwurzelt ist.

Ein Priester zählt vor GOTT so viel, wie ein ganzes Volk,
denn seiner treuen Hirtensorge vertraut der HERR unzählige GOTTES-Kinder an. 
Wo menschliche Armut versagen würde - will göttliche Gnade in Fülle sich schenken.
Wo menschliche Begrenzung immer einschränkt, der Mensch aus sich in seiner Fähigkeit niemals ausreichen kann - will GOTTES Gabe sich grenzenlos ausgießen.
Wo der Mensch immer zu klein und zu wenig bleibt - da ist der HERR SELBST es, der die Hände und das Herz SEINES Priesters aufnimmt, ihn mit SICH eint. GOTT SELBST ist es, DER vollbringen will, was ER aufgetragen hat.
Darum ist das Priestertum ein Leben, 
das immer weit über sich hinaus weist, 
weit über sich hinaus wächst - in CHRISTUS hinein.
Das Priestertum lebt aus der ewigen LIEBE - aus GOTT - denn sonst bliebe menschlich, was göttlich erfüllt sein soll.

Foto © Michaela Voss (auch als Karte www.agnus-dei-verlag.de)


Priesterhände
Gesalbte Hände,
mit dem HEILIGEN GEIST - im heiligen Öl, 
für immer gesegnet, um Segen zu erlangen.
Geheiligte Hände,
in denen die durchbohrten Hände des HERRN 
unsichtbar gegenwärtig sind
die alles, was sie berühren heiligen dürften,
im Zeichen der Erlösung, das ihnen in Vollmacht anvertraut ist.
Geweihte Hände,
die DEN berühren, halten, tragen, ...
DER alles schuf und alles erhält.
Hände, die der HERR berührt hat, 
DER in liebender Berührung alle heilt, die zu IHM kommen.

Priesterhände – gesalbt, geheiligt und geweiht

in der mächtigen Glut des Feuers vom Kreuz,
aus den Wunden des ERLÖSERS überfließend gezeichnet
Hände in denen das Geheimnis der Erlösung gegenwärtig sein will,
in denen der HERR und Schöpfer der Welt
sich tragen und schenken lässt.
Hände durch die ER segnet und heilt
losspricht und wandelt,
bindet und löst.

Priesterhände – gesalbt, geheiligt und geweiht

In denen die Vollmacht liegt, 
unsägliche Gnade zu schenken, 
wenn sie täglich und vielfach im heiligen Zeichen des Kreuzes segnen,
damit durch das heilige Kreuzeszeichen
die Quelle des ewigen Lebens fließt
aus dem ewigen FELSEN - CHRISTUS -
durch SEINE "Felsenmänner"
in all die Felsenherzen - der GOTTESkinder
im Schoß der Mutter Kirche.

Priesterhände – gesalbt, geheiligt und geweiht

Erhoben zum HERRN, 
und ausgestreckt über SEIN Volk!
Mögen die Priester des HERRN immer neu erkennen, 
was ihnen gegeben und anvertraut,
damit sie das heilige Kreuzeszeichen
wieder vollmächtig einsetzen 
und auf uns alle legen;

Damit in der Vollmacht der heligen Salbung
mit dem Öl des Heiligen GOTTESGEISTES,
DER überfließend alles erfüllt 
aus dem ewigen QUELL des ewigen LEBENS,
die steinernen, dunklen Menschenherzen
wieder heilige, gesalbte Altäre werden,
die das heilige Opfer tragen,
das Blut des LAMMES
und das Feuer des GEISTES;

dass die Quelle des LEBENS
aus dem ewigen ECKSTEIN – CHRISTUS – hervorbricht
und durch den Dienst der "Felsenmänner"
aus den Felsenherzen der GOTTESkinder
wieder heilige Felsendome werden,
in denen GOTTES Gegenwart wohnt!

Priesterhände – gesalbt, geheiligt und geweiht

Gebunden durch den HERRN, in unermesslicher Gnade.
Gebunden an den HERRN, in tiefer Einheit mit IHM.
Gesalbt, geheiligt und geweiht
ganz eins mit CHRISTUS JESUS,
und oft ohne das Wissen der Geweihten,
dass alles, was sie auf Erden berühren
sie stets mit GOTT in Berührung bringen dürfen,
DEN zu berühren wunderbare Heilung und Heiligung schenkt!

Möge der EWIGE, HEILIGE, siegreiche HERR
im Feuer vom Kreuz, 
in der Glut des GEISTES
durch die Hl. Wunden des SOHNES
die Fülle der Gnade vom VATER
durch die gesalbten, geheiligten, geweihten Priesterhände
hindurch und weiter strömen lassen
in alle Schöpfung.

Und möge die göttliche Glut
die Priester des HERRN
mit neuer Hingabe erfüllen,
mit Treue und Ehrfurcht,
mit Dankbarkeit und Liebe zu Gott
mit Vollmacht und Mut,
mit Kraft und Heiligkeit
in der Hoffnung, und im Glauben
dass die Liebe GOTTES sich selbst den Weg bahnt
durch den Dienst des Priestertums
in die Weltnacht unserer Zeit.

Priesterhände – gesalbt, geheiligt und geweiht

in der Glut vom Feuer des heiligen Kreuzes gesegnet.

Der HERR öffne die Schleusen der Gnadenflut,
dass durch die gesalbten Priesterhände
die ewige QUELLE sich öffne und ströme
aus dem geöffneten Herzen des SOHNES,
aus dem Herzen des VATERS,
in der Flut des GEISTES, 

um den Durst SEINES göttlichen Herzens zu stillen,
den unser ERLÖSER am Kreuze bekannt,
jenen Durst der ewigen, göttlichen Liebe, 
DER das Heil all SEINER Kinder ersehnt,
DER den Durst der Wüste der Welt stillen möchte
durch den Dienst der von IHM SELBST
gesalbten, geheiligten, geweihten Hände,
die IHN berühren, tragen, halten dürfen,
durch die ER SICH schenken, verströmen, uns anvertrauen will,
durch die ER bindet, löst, befreit und heilt.

Priesterhände – gesalbt, geheiligt und geweiht

dürfen stellvertretend für alle Menschenkinder
den Gekreuzigten und Auferstandenen umklammern
am Altar und im Geheimnis der Eucharistie, 
wenn ihnen erlaubt ist,
was Magdalena verwehrt war am Ostertag, 
wenn ER in ihren Händen
mit Leib und Blut
gegenwärtig sein will,
SICH hingibt und schenkt.

Für das Volk GOTTES, uns alle
sind die Priesterhände an CHRISTUS und mit IHM gebunden, ...
im Geheimnis des heiligen Kreuzes,
das der leuchtende Schlüssel zum Quellgrund 
für unsere Wüste der Weltnacht ist.

Mit uns allen
sind sie erhoben zu GOTT
in Anbetung vereint mit dem Himmel,
in Lob und Bitte,
in Jubel und Klage,
in Dank und Flehen.

Im HERRN sind sie Brücke 
zwischen Himmel und Erde.
Im HERRN sind sie Segen 
und tragen die Wandlungskraft
für immer und zu jeder Zeit.
Im HERRN haben sie Vollmacht
zu binden, zu lösen 
und nicht für sich selbst 
und nicht aus sich selbst
sondern immer im heiligen Dienst:

bei allem, was sie berühren und tun,
wonach sie sich ausstrecken 
und was sie umfangen ...

denn es sind – Priesterhände – gesalbt, geheiligt und geweiht.

(© Michaela Voss)