Samstag, 6. Oktober 2012

Vollkommener Ablass im Jahr des Glaubens


Foto © Michaela Voss

Im Verlauf vom Jahr des Glaubens 

(11.10.2012 – 24.11.2013) 
kann mehrfach ein vollständiger Ablass gewonnen werden.

Dazu gelten zunächst die üblichen Bedingungen, die immer dazu gehören: 
  1. Die Person muss im Stand der Gnade sein, 
  2. Empfang der sakramentalen Beichte, 
  3. Kommunionempfang und 
  4. Gebet nach Meinung des Heiligen Vaters (z.B. Credo + Vaterunser + Ehre sei dem Vater + Ave Maria):
Der vollkommene Ablass kann nur einmal am Tag gewonnen werden und es ist nötig, dass eine innere Dispositon der Freiheit von jeglicher Anhänglichkeit an Sünden (auch lässliche Sünden) vorhanden ist.
Beichtväter können die verlangten Bedingungen im Einzelfall abändern (außer natürlich die Voraussetzung der Abkehr von der Sünde, die immer vorhanden sein muss)
Ein Ablass kann für sich selbst oder für Verstorbene gewonnen werden (nicht für andere, lebende Personen)


Im ganzen Jahr des Glaubens kann also ein vollkommener Ablass (für sich selbst oder eine "Arme Seele" gewonnen werden:

  • wenn man die Sünden wirklich bereut,
  • gebührend gebeichtet,
  • die Hl. Kommunion empfangen,
  • und nach Meinung des Hl. Vaters gebetet hat (z.B. Credo, Vaterunser, Ehre sei dem Vater, Ave Maria)
= allgemeine Bedingungen
+ einen der folgenden Punkte:
  • wenn man mindestens 3 Predigten der Missionen zum Jahr des Glaubens hört 
oder an mindestens 3 geistliche Betrachtungen / Lehren zum Zweiten Vatikanische Konzil oder über den Katechismus der Katholischen Kirche teilnimmt 
  • bei einem Besuch/Wallfahrt einer Basilika, christlichen Katakombe, zu einer Kathedrale 
oder einem anderen heiligen Ort, der für das Jahr des Glaubens dafür ausgewiesen ist, 
dort an einem Gottesdienst teilnimmt, 
oder zumindest dort gesammelt betet, bwz. eine Betrachtung hält
und dies mit einem Vaterunser, dem Glaubensbekenntnis (in gültiger Form) und einer Anrufung Mariens (z.B. Ave Maria) oder zu den Heiligen Aposteln / Schutzpatronen beschließt 
  • durch die Teilnahme an der Eucharistiefeier / Stundengebet, an jedem geheiligten Ort
an den vom Ortsbischof für das Jahr des Glaubens festgelegten Tagen (dazu kann man auf der jeweiligen Bistumsseite nachsehen oder auch in der Diözese nachfragen)
(zum Beispiel an den Herrenfesten, an den Festen der Jungfrau Maria, 
an den Festen der Heiligen Apostel und Schutzpatrone, am Fest Petri Stuhlfeier) 
und das anfügen des Glaubensbekenntnisses
  • durch den Besuch der eigenen Taufkirche 
mit Erneuerung des Taufversprechens in einer approbierten Form 
(dazu gibt es im Gotteslob ein entsprechendes Gebet)
  • Wer aus schwerwiegenden Gründen nicht an den feierlichen Gottesdiensten teilnehmen, hat trotzdem die Möglichkeit, den vollen Ablass zu erhalten und zwar: 
Wenn Worte des Papstes oder der Diözesanbischöfe in TV oder Radio übertragen werden, 
dann kann man sich im Geiste und in Gedanken mit den Anwesenden vereinen. 
Mit dem sprechen des Vaterunsers und Credos 
soll man das Leiden oder die Umstände aufopfern 
(Das gilt z.B. die in ständiger Klausur lebenden Nonnen, für Anachoreten und Eremiten, für Alte, Kranke 
und auch Pflegekräfte / Personen die in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, o.Ä, ständig Dienst für die  Kranken leisten…)

 

Hier das Dokument zur Ablassregelung für das Jahr des Glaubens






Grundsätzlich gelten für Ablässe folgende Punkte (Apostolische Pönitentiaerie - Anmerkungen allgemeiner Natur über die Ablässe):

Werke der Frömmigkeit oder Religion

Gottesdienstbesuch an einem hohen, kirchlichen Feiertag. 
(Das bedeutet, dass an jedem hohen, kirchlichen Feiertag ein solcher Ablass gewonnen werden kann, was im Laufe vom Jahr des Glaubens viele sein werden)

Eine Pilgerfahrt/Wallfahrt zu einer Stätte des Jubiläums, 
  • z.B. zu einer päpstlichen Basilika (Sankt Peter, Sankt Johannes im Lateran, Santa Maria Maggiore, Sankt Paul) 
  • oder die Basiliken zum Hl. Kreuz in Jerusalem, Sankt Laurentius vor den Mauern und das Heiligtum der Muttergottes von der Göttlichen Liebe (»Madonna del Divino Amore«)
  • oder zu einer römischen Katakombe.
und dort an der Heiligen Messe oder an einer anderen liturgischen Feier (z.B. Laudes / Vesper) oder an einer Andacht / Gebet (Kreuzweg, Rosenkranz, Gebet des Hymnus »Akäthistos« usw.) teilnehmen
(Kirchenbesichtigung allein und ein "Touristenausflug genügen also nicht!)

Zeit der Anbetung der Heiligsten Eucharistie dort allein bzw. in der Gruppe eine  halten
bzw. dort eine andächtige Betrachtung hält und diese mit dem Vaterunser, dem Credo und einem Gebet zu Maria 
schließt. 

Werke der Barmherzigkeit oder Nächstenliebe

  • Krankenbesuch, Besuch im Gefängnis, Besuch einsamer, alter Menschen, Behinderter (im Blick auf Christus, der in ihnen gegenwärtig ist
(Es ist also der Blick auf den Herrn, der diese Besuche wertvoll macht, nicht allein ein sozialer, freundlicher Akt!)
  • ein finanzieller oder persönlicher Beitrag zu Werken religiöser und sozialer Art (z.B. für verwahrloste Kinder und Jugendliche in Notlagen, für bedürftige, alte Menschen, Fremde ...)
(Dabei geht es nicht nur um finanzielle Beiträge, sondern sicher auch um persönlichen Einsatz. Wer z.B. täglich für die Not der Ungeborenen betet, sich um Menschen aktiv kümmert, ... und das um Christi Willen, der hat ein ganzes Jahr die Möglichkeit, beinahe täglich einen vollkommenen Ablass zu gewinnen! Wenn das kein Grund zur Freude ist!)
  • persönliche Opfer der Freizeit für die Gemeinschaft bringt

Werke der Buße

  • wenigstens einen Tag auf den übermäßigen Konsum von Genussmitteln verzichten (z.B. Rauchen, alkoholische Getränke)
  • fasten
  • auf Fleisch verzichten 
wobei dadurch (Ersparnis, ...) Arme und Bedürftige unterstützt werden sollen!






Hier das Dokument der APOSTOLISCHEN PÖNITENTIARIE über DAS GESCHENK DES ABLASSES (ANMERKUNGEN ALLGEMEINER NATUR ÜBER DIE ABLÄSSE) auf den Vatikanseiten WEITERLESEN



Der selige Papst Johannes Paul II 

Bild Public domain
zum Thema Ablass
bei der Generalaudienz 
am Mittwoch, 29. September 1999











Dr. P.C. Düren zum Thema Ablass




www.jahrdesglaubens.de