Freitag, 19. Oktober 2012

Der Katechismus der Katholischen Kirche im Jahr des Glaubens

Im Jahr des Glaubens eine selbstverständliche Lektüre: Der Katechismus der Katholischen Kirche


In Rom tagt zurzeit die Synode der Bischöfe zum Thema Neuevangelisierung.
Wie kann heute das Evangelium verkündet werden, wo soll man ansetzen, wie soll das aussehen, ... Viele Fragen stellen sich beim Thema Evangelisierung. Zunächst ist aber sicherlich das Wichtigste, dass man erst einmal gründlich über das Bescheid wissen muss, wovon man sprechen will.

Bei einer Firmkatechese haben wir gefragt, was ein Zeuge ist und was denn einen Zeugen ausmacht.
Unter den Antworten kam klar zum Audruck: Ein Zeuge ist jemand, der etwas gesehen, gehört, erlebt ... hat und (z.T. unter dem Eid des Wahrheitsanspruches) davon öffentlich spricht, so dass auch andere Menschen, die diese Tatsache nicht gesehen, gehört, erlebt ... haben, sich ein begründetes Urteil bilden können und zu einer persönlichen Entscheidung finden.

Wir können also nur Zeugen Gottes sein, wenn wir IHN anschauen, auf IHN hören, mit IHM leben, ... und wissen, von wem wir sprechen und wovon.

Zeugen sein, Zeugnis geben, das Wort Gottes verkünden, dem Auftrag Christi folgen und allen Geschöpfen das Evangelium bringen, ...

All das ist der Auftrag, dem wir uns durch das Sakrament der Taufe und im besonderen im Sakrament der Firmung verpflichtet haben und von Gott mit aller Gnade ausgestattet wurden. 

"Die Laien haben, wie alle Gläubigen, kraft der Taufe und der Firmung von Gott den Auftrag zum Apostolat erhalten; daher haben sie das Recht und die Pflicht, einzeln oder in Gemeinschaft mit anderen daran zu arbeiten, daß alle Menschen auf der ganzen Erde die göttliche Heilsbotschaft kennenlernen und aufnehmen. Diese Pflicht ist noch dringender, wenn die Menschen nur durch sie das Evangelium vernehmen und Christus kennenlernen können." (§900; Katechismus der Katholischen Kirche)


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Verkünden können wir das, was wir kennen und der Katechismus der Katholischen Kirche ist hier ein einfaches, umfangreiches Hilfsmittel, das jeder Katholik nicht nur im Bücherregal haben , sondern wie die Heilige Schrift auch gerne lesen sollte.
Jeder meint heute, er könne über die Kirche Gottes und Glaubensfragen mitreden. Doch wer den Glauben nicht einmal in den Grundlagen kennt, sollte sich auch nicht anmaßen, darüber zu diskutieren - sonst gilt das Wort Jesu auch heute:
"Jesus sagte zu ihnen: Ihr irrt euch, ihr kennt weder die Schrift noch die Macht Gottes."
Mk 12,24 


Ihr müsst wissen, was Ihr glaubt. Ihr müsst Euren Glauben so präzise kennen wie ein IT-Spezialist das Betriebssystem eines Computers." 

"Wenn Ihr Euch nun voll Eifer dem Studium des Katechismus zuwendet, möchte ich Euch ein Letztes mit auf den Weg geben: Ihr wisst alle, wie tief die Gemeinschaft der Glaubenden in letzter Zeit verwundet wurde durch Attacken des Bösen, durch das Eindringen der Sünde selbst in das Innere, ja das Herz der Kirche.
Nehmt es nicht zum Vorwand, Gottes Angesicht zu fliehen! 
Ihr selbst seid der Leib Christi, die Kirche! 
Bringt das unverbrauchte Feuer Eurer Liebe in diese Kirche ein, sooft Menschen ihr Antlitz auch entstellt haben! 
„Lasst nicht nach in eurem Eifer, lasst euch vom Geist entflammen und dient dem Herrn!“ (Röm 12,11)."
(Papst Bendikt XVI. Einleitung zum YOUCAT)

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Der Aufbau des Katechismus
Der Katechismus ist nach den vier Grundpfeilern der großen katechetischen Tradition gegliedert: 

  • dem Bekenntnis des Taufglaubens (Glaubensbekenntnis oder Symbolum), 
  • den Sakramenten des Glaubens, 
  • dem Leben aus dem Glauben (den Geboten) 
  • und dem Gebet des Gläubigen (dem Vaterunser).

Das Glaubensbekenntnis (erster Teil)
Wer durch den Glauben und die Taufe Christus angehört, muß seinen Taufglauben vor den Menschen bekennen
1. Darum handelt der Katechismus zunächst von der Offenbarung, durch die sich Gott an den Menschen wendet und sich ihm schenkt, und vom Glauben, durch den der Mensch Gott darauf antwortet (erster Abschnitt). Das Glaubensbekenntnis faßt die Gaben zusammen, die Gott als Urheber alles Guten, als Erlöser und als Heiligender dem Menschen schenkt. 
Es ordnet sie nach den drei Grundartikeln unserer Taufe. Diese sind: der Glaube an den einen Gott, den allmächtigen Vater, den Schöpfer; der Glaube an Jesus Christus, seinen Sohn, unseren Herrn und Erlöser; und der Glaube an den Heiligen Geist in der heiligen Kirche 

Die Sakramente des Glaubens (zweiter Teil)
Der zweite Teil des Katechismus legt dar, wie das durch Jesus Christus und den Heiligen Geist von Gott ein für allemal gewirkte Heil vergegenwärtigt wird: in den heiligen Handlungen der Liturgie der Kirche (erster Abschnitt), insbesondere in den sieben Sakramenten 

Das Leben aus dem Glauben (dritter Teil)
Der dritte Teil des Katechismus zeigt das letzte Ziel des nach dem Bilde Gottes erschaffenen Menschen: die Glückseligkeit; er stellt auch den Weg vor, der dorthin führt: das freie, rechte Handeln mit Hilfe der Weisung und der Gnade Gottes (erster Abschnitt). Dieses Handeln verwirklicht das Doppelgebot der Liebe, wie es in den zehn Geboten Gottes entfaltet ist 

Das Gebet im Glaubensleben (vierter Teil)
Der letzte Teil des Katechismus handelt von Sinn und Bedeutung des Gebetes im Leben der Glaubenden (erster Abschnitt). Er schließt mit einem kurzen Kommentar zu den sieben Bitten des Gebetes des Herrn, des „Vaterunsers“ 
In diesen Bitten findet sich ja die Gesamtheit der Güter, die wir erhoffen dürfen und die unser himmlischer Vater uns geben will.

V . Praktische Hinweise zum Gebrauch des Katechismus
Dieser Katechismus ist als eine organische Darlegung des ganzen katholischen Glaubens gedacht. Man muß ihn somit als eine Einheit lesen. Zahlreiche Verweise in den Fußnoten und am Rand des Textes sowie die Register am Schluß des Buches ermöglichen es, jedes Thema in seiner Verbindung mit dem Ganzen des Glaubens zu sehen.
Oft wird die Heilige Schrift nicht wörtlich zitiert, sondern es wird nur (in den Fußnoten) auf sie verwiesen. 
Das Nachlesen der angegebenen Schriftstellen verhilft zu einem tieferen Verständnis. Diese Schriftverweise sind auch als Behelfe für die Katechese gedacht.

Bei den Stellen in Kleindruck handelt es sich um geschichtliche oder apologetische Bemerkungen oder auch um ergänzende lehrhafte Ausführungen.
Die kleingedruckten Zitate aus patristischen, liturgischen, lehramtlichen oder hagiographischen Quellen bereichern die Lehrdarlegung. Oft wurden diese Texte im Hinblick auf eine direkte 

Am Schluß jeder thematischen Einheit fassen Kurztexte den wesentlichen Lehrinhalt in knappen Formulierungen zusammen. Sie sollen der örtlichen Katechese Anregungen zu knappen Sätzen geben, die sich dem Gedächtnis einprägen lassen.
Quelle des modifizierten Zitates: vgl. Kathechismus der Katholischen Kirche




Die Apostel baten den Herrn: 
Stärke unseren Glauben!
Lk 17,5