Mittwoch, 17. Oktober 2012

21. Oktober Heiligsprechung von Anna Schäffer

Eine neue Heilige in Bayern
Anna Schäffer wird am 21. Oktober mit sechs anderen Seligen zur Ehre der Altäre erhoben.

Bild mit freundlicher Genehmigung von triff-den-papst.de

Geboren am 18. Februar 1882 (als Tochter eines Schreiners in Mindelstetten) wuchs sie in einem katholisch geprägten Elternhaus auf. 
Sie wollte eigentlich Missionsschwester werden und bemühte sich, die Aussteuer für den Eintritt in einen Orden zu verdienen. Deshalb daher nahm sie mit 13 Jahren eine Stelle in Regensburg an. Im Juni 1898 offenbarte sich ihr in einer Vision, dass sie bald stark und lange leiden werde. Sie flüchtete zunächst und wechselte ihre Stelle nach Stammham ins Forsthaus.

Dort geschah dann am 4. Februar 1901 das Unglück, das ihr ganzes Leben veränderte. 
Während sie mit einer anderen Magd Wäsche wusch, hatte sich ein Ofenrohr aus der Wand gelöst. Beim Versuch es wieder zu befestigen, stieg sie auf einen Mauervorsprung, rutschte aus und fiel mit beiden Beinen in den kochenden Laugenkessel. 

Ihre schweren Verletzungen heilten nie mehr und ein 25 Jahre lange dauerndes, schweres Leiden begann an diesem Tag. Mit Rücksicht auf die Familie ihres Bruders musste sie sogar das Elternhaus verlassen und mit einer geringen Invalidenrente von 9 RM lebte sie in großer Armut mit ihrer Mutter.
Zunächst kämpfte sie gegen das Leid an, fand dann jedoch zu einer tiefen Hingabe und opferte Gott ihr Siechtum im Geiste der Sühne. 


"Im Herbst 1910 ereigneten sich außerordentliche Dinge. In Visionen - Anna bezeichnete sie als Träume - sah sie zuerst den hl. Franziskus, dann den Heiland, der ihr Sühneopfer anzunehmen bereit war. Seither trug sie, nur wenigen Menschen bekannt, die Wundmale Christi. Fortan erstarkte Anna im Dienst des Apostolatsgedankens. Sie versprach ihr Fürbittgebet, tröstete in Wort und Schrift diejenigen, die sich an sie wandten. Nicht nur aus ihrer Heimat, sondern auch aus Österreich, der Schweiz und sogar aus Amerika kamen Bittbriefe.

Ab dem Markustag 1923, an dem Anna in einer Ekstase das Karfreitags-Geschehen miterleben durfte, verschlechterte sich zusehends ihr Zustand. Völlige Lähmung der Beine (spastische Lähmung), furchtbare Krämpfe als Folge eines Rückenmarksleidens und Mastdarmkrebs stellten sich ein. Fünf Wochen vor ihrem Heimgang zog sich die Dulderin durch einen Sturz aus dem Bett noch eine Gehirnverletzung zu, die das Sprechvermögen und das Augenlicht beeinträchtigte. Ihre Leiden waren in den letzten Lebensjahren so qualvoll, dass sich alle wunderten, dass ein Mensch so furchtbare, fast unglaubliche körperliche Qualen ertragen könne. 

Am Morgen des 5. Oktober 1925 empfing die Sterbende zum letzten Mal die Heilige Kommunion, die Kraftquelle ihrer 25-jährigen Leidenszeit. Kurz vor ihrem Hinscheiden machte sie noch einmal ein Kreuzzeichen und betete: "Jesus, dir leb´ ich!" - Ihre Beerdigung am 8. Oktober 1925, an der viele Menschen teilnahmen, gestaltete sich zu einem viel beachteten Ereignis. Pfarrer Rieger beschränkte sich bei der Leichenrede auf die vielen Gnadenerweise dieses Dulderlebens und deutete an, dass die Gnade Gottes an der Heimgegangenen groß war." (Quelle: Bistums Regensburg)



Bild mit freundlicher Genehmigung von triff-den-papst.de

Ausführliche Dokumentation:



Anna Schäffer - Gebetstag in Mindelstetten:







     

Bilder mit freundlicher Genehmigung von triff-den-papst.de







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