Mittwoch, 6. Juni 2012

Hochfest des Leibes und Blutes Christi


Hochfest des Leibes und Blutes Christi



Das Fronleichnamsfest ist ein Hochfest im Kirchenjahr der katholischen Kirche,
mit dem die leibliche Gegenwart Jesu Christi im Sakrament der Eucharistie gefeiert wird.
Die Bezeichnung Fronleichnam leitet sich vom mittelhochdeutschen "vrône lîcham" „des Herren Leib“ ab (vrôn „was den Herrn betrifft“; siehe auch Fron- und lîcham „der Leib“).
In der Liturgie heißt das Fest Hochfest des Leibes und Blutes Christi, ... 

In das Englische und in andere Sprachen ist die lateinische Bezeichnung des Hochfestes Corpus Christi eingegangen.

Fronleichnam wird am Donnerstag nach dem Dreifaltigkeitsfest begangen (am 60. Tag nach dem Ostersonntag) und fällt somit frühestens auf den 21. Mai und spätestens auf den 24. Juni. Der Donnerstag als Festtermin steht in enger Verbindung zum Gründonnerstag und der damit verbundenen Einsetzung der Eucharistie durch Jesus Christus selbst beim letzten Abendmahl.

Wegen des stillen Charakters der Karwoche erlaubt der Gründonnerstag keine prunkvolle Entfaltung der Festlichkeit. Aus diesem Grund wurde das Fest Fronleichnam bei seiner Einführung auf den Donnerstag der zweiten Woche nach Pfingsten gelegt. In Ländern, in denen Fronleichnam kein gesetzlicher Feiertag ist, kann das Hochfest auch am darauffolgenden Sonntag gefeiert werden.

Das Fest der leiblichen Gegenwart Christi in der Eucharistie wurde erstmals 1246 im Bistum Lüttich gefeiert und 1264 von Papst Urban IV. durch die Bulle Transiturus de hoc mundo zum Fest der Gesamtkirche erhoben. Unter anderem schrieb Urban IV.: „Wir haben es daher, um den wahren Glauben zu stärken und zu erhöhen, für recht und billig gehalten, zu verordnen, dass außer dem täglichen Andenken, das die Kirche diesem heiligen Sakrament bezeigt, alle Jahre auf einen gewissen Tag noch ein besonderes Fest, nämlich auf den fünften Wochentag nach der Pfingstoktav, gefeiert werde, an welchem Tag das fromme Volk sich beeifern wird, in großer Menge in unsere Kirchen zu eilen, wo von den Geistlichen und Laien voll heiliger Freude Lobgesänge erschallen ...

Die Anregung zu der Schaffung dieses Festes geht auf eine Vision der heiliggesprochenen Augustiner-Chorfrau Juliana von Lüttich im Jahre 1209 zurück.
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Die erste Fronleichnamsprozession in Bayern fand 1273 in Benediktbeuern statt. 
Mit einer Sakramentsprozession wurde das Fest erstmals 1279 in Köln begangen. Ihren Höhepunkt an festlicher Gestaltung erreichte die Fronleichnamsprozession im 17. und 18. Jahrhundert. ...
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Fronleichnam



HIER 
Eine schöne Geschichte über das hochheilige Fronleichnamsfest und seine Entstehung (durch die heilige Jungfrau Juliana v. Lüttich)






Bild: Public domain


"Die Kirche hat die Eucharistie von Christus, ihrem Herrn, nicht als irgendeine Gabe erhalten, kostbar unter vielen anderen, sondern als die Gabe schlechthin, da es die Gabe seiner selbst ist, seiner Person in seiner heiligen Menschheit, und auch seines Erlösungswerkes." (Ecclesia de Eucharistia Ioannes Paulus PP. II 2003 04 17)





Gedanken zur "Monstranz"

Eine Monstranz (von lat. monstrare „zeigen“) ist ein kostbares, häufig mit Gold und Edelsteinen gestaltetes, liturgisches Schaugefäß, das die konsekrierte Hostie (den Leib Christi) zur Verehrung und Anbetung trägt.

Eine Monstranz ist wie 

ein "Thron der heiligsten Gegenwart Gottes",
ein "Gefäß das Gott sich zum Ort seiner Gegenwart" erwählt hat, um unter uns sichtbar zu sein,
ein "Haus Gottes im Kleinen", in dem ER sichtbar ist,
eine "Kirche im Kleinen", die den eucharistischen Leib des Herrn sichtbar in diese Welt hinein trägt.
...
Im analogen Sinn kann man sagen,
dass Maria, die Mutter des Herrn,
wohl die erste "lebendige Monstranz" und der erste "lebendige Tabernakel" war,
denn sie wird in der lauretanischen Litanei beispielsweise mit den Titeln genannt:
Du Thron der Weisheit
Du Kelch des Geistes
Du kostbarer Kelch
Du Kelch der Hingabe
Du goldenes Haus
Du Bundeslade.

So, wie Maria den Leib des Herrn in ihrem Leib empfangen und getragen hat,
so sind auch wir berufen, als heiligste "Gefäße und Tempel Gottes" den Herrn in diese Welt hinaus zu tragen.

So, wie Maria mit dem verborgenen Erlöser übers Bergland zu Elisabeth eilte, und in der Gegenwart des ungeborenen Herrn die Fülle der Gnade im Heiligen Geist zu ihr und ihrem ungeborenen Kind brachte,
so sind auch wir gerufen, die Gegenwart des Herrn in uns als lebendige "Gottesträger" und Tempel des Heiligen Geistes hinaus in alle Welt zu tragen, um den Menschen in unserem Dienst ... Gottes Gnade zu bringen.

Gottes Wort will in uns lebendig sein, Gottes Gegenwart, die wir immer in jeder Hl. Kommunion empfangen dürfen, will uns zu "lebendigen Tabernakeln" werden lassen - im Sinne von Menschen, die stets neu mit Gott im Bußsakrament geheilt und geheiligt leben, um aus der Gnade der heiligsten Eucharistie auch mit ihm vereint zu sein und als Tempel des Geistes allezeit in der Gegenwart Gottes zu bleiben.

Gott will von uns "aufgenommen und getragen" sein.


© Michaela Voss
Die Heiligen und allen voran Maria sind jene leuchtenden Beispiele, die uns zeigen, was es bedeutet, eine "Monstranz Gottes" zu werden, denn in ihnen war Gott gleichsam sichtbar für die Welt gegenwärtig und erfahrbar.

Kostbar ist die Gnade, die uns zu würdigen Tempeln und Monstranzen macht.
Wir sind nicht aus Gold - wir sind vielmehr aus Gottes Liebe und Gnade zu Kindern und Erben des Allmächtigen erwählt.
Wir sind nicht mit Edelsteinen geschmückt - sondern vielmehr mit den kostbaren Gaben und Früchten des Heiligen Geistes im Erlöserblut des Lammes Gottes ausgestattet und sind von der Fülle der Gnade Gottes gleichsam überreich geziert, wenn wir aus der Gnade leben.

Man könnte sagen, dass das ERSTE "Fronleichnamsfest" (bei dem der verborgene Herr durch die Straßen getragen wurde und auch Anbeter im Geist Gottes ihn zum ersten Mal verehrten) das Fest Mariae-Heimsuchung ist, als Maria zu Elisabeth ging.
Beten wir vor dem eucharistischen Herrn in besonderer Weise für seine Heilige Kirche, dass sie dem Beispiel Mariens folgt und den Herrn nicht nur am heutigen Fest in alle Welt hinaus trägt, sondern in tiefster Ehrfurcht und mit großem Vertrauen wieder zu einer echten eucharistischen Frömmigkeit findet, die für die ganze Welt zur Gnade und zum Segen wird.
Beten wir den Herrn in der Heiligsten Eucharistie an und bitten wir für alle Menschen, dass sie ihn erkennen, wie ihn Elisabet erkennen durfte, als ihr ungeborenes Kind vor Jubel über die Gegenwart seines Erlösers in ihrem Leib aufhüpfte.
Beten wir den verborgenen Herrn im eucharistischen Geheimnis an und bitten wir ihn besonders für die Ungeborenen, für die Kleinsten, für die "Kinder im Eis" (die eingefrorenen Embryonen, die weder leben, noch sterben dürfen), dass die Gnade und das Leben im Heiligen Geist ihnen Hilfe, Rettung und Jubel werde, so dass auch sie aufhüpfen vor Freude.
© Michaela Voss

Mit allen Engeln und Heiligen beten wir den Herrn im Geheimnis seiner Liebe an:
Sanctus
Heilig, heilig, heilig Gott, Herr aller Mächte und Gewalten.
Erfüllt sind Himmel und Erde von deiner Herrlichkeit.
Hosanna in der Höhe.
Hochgelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn.
Hosanna in der Höhe.

Sanctus, sanctus, sanctus Dominus Deus Sabaoth. 
Pleni sunt caeli et terra gloria tua.
Hosanna in excelsis.
Benedictus qui venit in nomine Domini.
Hosanna in excelsis.













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Tag  7
(Man kann übrigens jederzeit "einsteigen" und mitbeten!)


33 Tage für das Leben
V: Heilige MARIA,                                    A: bitte für uns.
Du Thron der Weisheit
Du Ursache unserer Freude
Du Kelch des Geistes
Du kostbarer Kelch
Du Kelch der Hingabe
Du geheimnisvolle Rose
Du starker Turm Davids
Du elfenbeinerner Turm 
Du goldenes Haus
Du Bundeslade