Samstag, 14. April 2012

Sonntag der Göttlichen Barmherzigkeit

Der erste Sonntag nach Ostern (der "Weiße Sonntag") 
ist der Göttlichen Barmherzigkeit gewidmet. 


Das erste Bild vom Barmherzigen Jesus,
gemalt in Anwesenheit der Heiligen Maria Faustyna Kowalska und des Seligen P. Michal Sopocko.
Das Bild trägt die Unterschrift: „Jesus, ich vertraue auf Dich.“ (Bild: Public domain lt. Wikipedia)
Hier geht es zur "Novene zur Göttlichen Barmherzigkeit" (die immer gebetet werden kann, aber besonders vom Karfreitag zum Sonntag der Göttlichen Barmherzigkeit empfohlen ist) und zur Anleitung zum "Barmherzigkeitsrosenkranz"

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Aus der Predigt zur 
HEILIGSPRECHUNG VON MARIA FAUSTYNA KOWALSKA 
VON JOHANNES PAUL II. 
Sonntag, 30. April 2000

"Die göttliche Barmherzigkeit erreicht die Menschen durch das Herz des gekreuzigten Christus: »Sage, Meine Tochter, daß Ich ganz Liebe und Barmherzigkeit bin«, so wird Jesus Schwester Faustyna bitten (Tagebuch, a.a.O., S. 337). 

Diese Barmherzigkeit gießt Christus über die Menschheit durch die Sendung des Heiligen Geistes aus, der in der Dreifaltigkeit die »Person der Liebe« darstellt. Und ist denn nicht die Barmherzigkeit ein »anderer Name« für die Liebe (Dives in misericordia, 7), verstanden im Hinblick auf ihre tiefste und zärtlichste Seite, auf ihre Eigenschaft, sich um jedwede Not zu sorgen, und insbesondere in ihrer grenzenlosen Fähigkeit zur Vergebung?

Meine Freude ist fürwahr groß, der ganzen Kirche heute das Lebenszeugnis von Schwester Faustyna Kowalska gewissermaßen als Geschenk Gottes an unsere Zeit vorzustellen. Die göttliche Vorsehung hat das Leben dieser demütigen Tochter Polens ganz und gar mit der Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts verbunden, das wir gerade hinter uns gelassen haben. So hat ihr Christus zwischen dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg seine Botschaft der Barmherzigkeit anvertraut. Diejenigen, die sich daran erinnern, weil sie Zeugen der Ereignisse jener Jahre waren und das schreckliche Leid von Millionen von Menschen miterlebten, wissen nur zu gut, wie notwendig die Botschaft von der Barmherzigkeit war."

(zum Weiterlesen direkt hier zum vatikanischen Dokument: Quelle)
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 APOSTOLISCHE PÖNITENTIARIE

DEKRET
Andachtsübungen zu Ehren der Göttlichen Barmherzigkeit
mit Ablässen verbunden 


"Unter dem Antrieb der Liebe des Barmherzigen Vaters und mit vorausschauender pastoraler Einfühlsamkeit wollte Papst Johannes Paul II. diese Gebote und Lehren des christlichen Glaubens tief in die Herzen der Gläubigen einsenken. Deshalb hat er den zweiten Sonntag der Osterzeit dazu bestimmt, dieser Gnadengaben mit besonderer Verehrung zu gedenken, und ihn mit der Bezeichnung »Sonntag der Göttlichen Barmherzigkeit« versehen (Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, Dekret Misericors et miserator, 5. Mai 2000."

Direkt zum vatikanischen Dokument, um den Text vollständig zu lesen: Quelle
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"Die Barmherzigkeit Gottes (lat. misericordia) bedeutet, dass der Schöpfer jede Sünde dem Menschen verzeiht, wenn er sich bekehrt und die Sünden bereut, vor allem in der Beichte.
Die Barmherzigkeit Gottes gehört neben der Heiligkeit Gottes und der Gerechtigkeit Gottes zu den drei wesentlichen Eigenschaften Gottes. Insofern wir als gottebenbildliche Geschöpfe seinem Wesengleichgestaltet werden sollen, ist es Ziel geistlichen Lebens, auch im eigenen Leben die Barmherzigkeit Gottes nachzuahmen, - immer im Bewusstsein, dass wir dies nur auf unvollkommene Weise tun können.
Das hebräische Wort für Barmherzigkeit, rachamim, ist die Mehrzahl von "rechem", was eigentlich wörtlich Gebärmutter bedeutet. Solcherart ist Gottes Barmherzigkeit: mütterlich, bergend, ein Ort an dem wir heranwachsen können, Er liebt uns zum Leben! Die Wortwurzel "cham" bedeutet: Wärme.... Das ist ein ganz archaisches Bild, das uns tief an der Wurzel unseres Seins anspricht (und weit mehr ist als Verzeihung) - die wärme- und lebensspendende Mütterlichkeit Gottes. Sie hat heilende Kraft.

Biblische Hinweise

  • "So wahr Ich lebe, spricht der Herr, Ich habe kein Wohlgefallen an dem Tod des Sünders, vielmehr daran, dass er sich abwende von seinen bösen Wegen und lebe. Kehret um von euren schlimmen Wegen! Warum wollt ihr des Todes sterben?" (Ez. 33,11).
  • "Der Herr ist gütig und barmherzig, langmütig und von großer Erbarmung" (Ps 103,8).
  • "Barmherzigkeit will ich, nicht Schlachtopfer, Gotteserkenntnis statt Brandopfer." ("quia misericordiam volui et non sacrificium et scientiam Dei plus quam holocausta"- Ho 6,6).
  • "Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die ihn fürchten" (Lk 1,50).
  • Im Magnificat des Lukasevangeliums (1,78) heißt es: "durch die barmherzige Liebe unseres Gottes, wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe...". In der lateinischen Sprache wird von "per viscera misericordiae DEI nostri" gesprochen, was bedeutet: "durch die Gebärmuter der Barmherzigkeit Gottes". Damit wird in der lateinischen wie in der hebräischen Sprache, das Innerste Gottes, welche die Barmherzigkeit ist, ausgedrückt.

Die Kirche und die Barmherzigkeit
Das Leben der Kirche ist seit ihren Ursprüngen der Ausbreitung der Liebe unter den Völkern verpflichtet. Insbesondere Papst Johannes Paul II. widmete seine zweite Enzyklika Dives in misericordia dem besonders drängenden Thema des göttlichen Erbarmens. Seit 2000 wird der 2. Ostersonntag (Weißer Sonntag) im Festkalender der Kirche zugleich als Sonntag der Barmherzigkeit begangen."

Quelle www.kathpedia.com 

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Wer kennt sie noch?
Wir sind berufen, Gott nicht nur um Erbarmen zu bitten, 
sondern IHM auch in den Werken der Barmherzigkeit ähnlich zu werden, 
damit wir Zeugnis geben von der Liebe, die wir empfangen.

Postkarte: www.agnus-dei-verlag.de

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