Dienstag, 31. Januar 2012

Don Bosco - und was die Kirche heute braucht

Donbosco
von User Jmrasor on en.wikipedia [Für die Lizenz, siehe], durch Wikimedia Commons
Johannes Bosco oder auch Don Bosco

Dass der Heilige Don Bosco sich um die Jugend kümmerte und sein ganzes soziales Engagement - das ist weithin bekannt.
Soziales Engagement allein aber macht ihn nicht zu einem Heiligen, zu einem Zeugen der Liebe Gottes, auch wenn dies ein besonderes Merkmal bleibt.

Don Bosco war zuerst ein Priester, der sein Herz vom Herzen Gottes prägen lies.
Alles, was er an sozialem Egagement leisten konnte, war geprägt von einem unerschütterlichen Vertrauen auf Gott und auf die Fürsprache der Mutter Gottes. Gottes Liebe, Güte und Erbarmen sind das Maß seines Lebens. 
Don Bosco war im Gegensatz zu uns heute kein Mensch, der gejammert hätte, dass er eine so schwere Kindheit hatte, der seine Verantwortung abschob, weil so viele Schicksalsschläge sein Leben hätten ruinieren wollen, ... er war ein Mann Gottes, der es verstand, allen Dingen des Lebens die Gnade Gottes abzuringen. Don Bosco hat immer zuerst das Gute in den Menschen gesehen, vor allem auch in den jungen Menschen, die auf der Straße bereits ein Leben in doppeltem Elend führten. Statt nur zu beklagen und zu kritisieren oder zu ignorieren, hat er getan, was der Herr geboten hat. Er hat sein ganzes Leben in Gottes Hand gelegt und sich hingegeben für das Leben der anderen. 
Kein Opfer, keine Mühe waren ihm zu groß, ... er hat im Blick und im Vertrauen auf Gott und die Fürsprache Mariens aus der Quelle der Gnade geschöpft. 
Die Erziehung zur Heiligkeit war sein Ziel - dazu gehörte dann selbstverständlich auch die Vermittlung von Ordnung, Arbeit, Sozialkompetenz etc. Das Erste war Gott - und um dieses Ziel zu erreichen, nutzte er klug und weise die Hinführung zu einer Lebensordnung, die den Jugendlichen ein Fundament auch für das Leben schenkte. 
Wenn wir von Don Bosco etwas für unser heutiges Mühen lernen können, dann - dass all unser soziales Engagement in dem Maß gesegnet wird, als es auf Gott hin ausgerichtet ist und dass es in Gottes Namen zuerst um die Seele geht, die Gottes Liebe in der tätigen Liebe erfahrbar findet.

Dreams of Saint John Bosco
von unknown religious painter 
(http://www.crc-internet.org/may98.htm) [Public domain], 
durch Wikimedia Commons
Seine Vision der Kirche im Bild hier dargestellt, ist von unglaublicher Aktualität!
Gerade diese Vision ist eine wichtige Antwort auf die Stürme in unserer Zeit. 

Was ist es, das die Kirche rettet? Besser wäre die Frage: WER ist es, der Rettung für die Kirche schenken will?

Es sind die große, alles überragende Säule der Heiligsten Eucharistie und die Säule des Vertrauens auf das Urbild der Kirche - Maria. Don Bosco verehrte im Besonderen Maria als "Hilfe der Christen".
Ist es nicht gerade heute mehr denn je nötig, sich auf die Säulen zu besinnen, die dem Schiff der Kirche Halt und Sicherheit verheißen?

Don Boscos Vision zeigt uns, dass wir wieder mehr fragen dürften WER uns hilft, als zu diskutieren, was uns helfen könnte. 
Beten wir zu Maria, der Hilfe der Christen. Lassen wir die Heiligste Eucharistie wieder zum Ankerpunkt unseres Glaubens werden! Erflehen wir vom Himmel die Gnade, dass wir würdig werden, aus der Quelle und im Höhepunkt unseres Glaubens zu schöpfen und sorgen wir dafür, dass die Menschen zuerst wieder begreifen, wie kostbar die heiligen Sakramente sind, die uns anvertraut wurden.
Don Bosco hat seine Jugendlichen gelehrt, wie wichtig das Bußsakrament ist, wie kostbar die Heiligste Eucharistie, was Tugend ist, ... und woraus wir all unsere Kraft schöpfen, um auch das soziale, weltliche Leben zu bewältigen. Diese Kombination war das Merkmal seines Erfolgs und aus seiner "Schule" gingen Heilige hervor. Das dürfte unser Ziel sein. 

Heiliger Don Bosco - Bitte für uns und die Not der Kirche. 

(31.01.2012 M.Voss)



Zitate von Don Bosco (Quelle)
"Steht mit den Füßen auf der Erde, wohnt aber mit dem Herzen im Himmel."
"Durch den Sakramentenempfang lernt man aus Gewissenhaftigkeit handeln."
"Wer auf Maria vertraut, wird nicht enttäuscht."
"Das Böse gewinnt Raum durch die Feigheit der Guten."


Leider ist dieser Film auf italienisch, aber die Bilder sprechen für sich, selbst wenn man die Sprache nur schwer versteht.
(Vielleicht findet sich ja einmal jemand, der diesen Film mit deutschem Untertitel versieht.)





Halbdokumentarischer Spielfilm