Freitag, 20. Januar 2012

Credo

Bild: www.cruzblanca.org
Das Glaubensbekenntnis

Hier ein Video des Credo aus unserer kleinen Auswahl auf der Homepage von Jahr des Glaubens. (Einfach mal vorbei schauen)

Wenn wir auf das Jahr des Glaubens zugehen, dann gehört es selbstverständlich dazu, dass hier das Glaubensbekenntnis einen besonderen Stellenwert hat.


Credo in Deum,
Patrem omnipotentem,
Creatorem caeli et terrae.

Et in Iesum Christum,
Filium eius unicum, Dominum nostrum: qui conceptus est de Spiritu Sancto,
natus ex Maria Virgine,
passus sub Pontio Pilato,
crucifixus, mortuus, et sepultus,
descendit ad inferos:
tertia die resurrexit a mortuis;
ascendit ad caelos;
sedet ad dexteram Dei Patris omnipotentis:
inde venturus est
iudicare vivos et mortuos.

Credo in Spiritum Sanctum,
sanctam Ecclesiam catholicam,
Sanctorum communionem,
remissionem peccatorum,
carnis resurrectionem,
vitam aeternam.
Amen.

Textfassung aus dem Missale Romanumvon 1970.
Ich glaube an Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige katholische (evangelisch: christliche[1]) Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.
Amen.

Übersetzung, die am 15./16. Dezember 1970 von der Arbeitsgemeinschaft für liturgische Texte der Kirchen des deutschen Sprachgebietes verabschiedet wurde.


Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Apostolisches_Glaubensbekenntnis (17.10.2011)

Jeden Sonntag beten wir im Gottesdienst gemeinsam das Credo.

Auf die Selbstoffenbarung Gottes in den Lesungen und im Evangelium
antworten wir mit unserem Glaubensbekenntnis!
„Der Glaube ist die Antwort des Menschen an Gott, der sich dem Menschen offenbart und schenkt und ihm so auf der Suche nach dem letzten Sinn seines Lebens Licht in Fülle bringt.“ vgl. KKK, 26

Was bedeutet das? Es ist die logische Konsequenz dessen, was wir bisher betrachtet haben! Wir sagen: „Ja, ich glaube. Ja, ich nehme das, was Gott mir schenkt, sowie all das, was er von mir möchte, was er vorhat, etc., ich nehme alles an!
„Der Glaube ist eine persönliche Bindung des Menschen an Gott und zugleich, untrennbar davon, freie Zustimmung zu der ganzen von Gott geoffenbarten Wahrheit. …“ vgl. KKK, 150


Im Credo finden wir alles zusammengefasst, was unseren Glauben im Kern betrifft.
Im Katechismus der Katholischen Kirche lesen wir eine sehr erwähnenswerte Ausdeutung für das Glaubensbekenntnis: „Eine weitere Bezeichnung … ist „Glaubenssymbola“. Das griechische Wort „symbolon“ bezeichnete eine Hälfte eines entzweigebrochenen Gegenstandes (z. B. eines Siegels), die als Erkennungszeichen diente. Die beiden Teile wurden aneinandergefügt, um die Identität des Trägers zu überprüfen. Das „Glaubenssymbol“ ist also ein Erkennungs- und Gemeinschaftszeichen für die Gläubigen. „Symbolon“ bedeutet dann auch Sammlung, Zusammenfassung, Übersicht. Im „Glaubenssymbolon“ sind die Hauptwahrheiten des Glaubens zusammengefasst. Deshalb dient es als erster Anhaltspunkt, als Grundtext der Katechese.“ vgl. KKK, 187,188
(...)


Die Gottesmutter ist das Vorbild für das rechte Credo im Vollsinn! 
Sie hört auf das, was Gott spricht und antwortet darauf mit der Ganzhingabe und dem absoluten Glaubensgehorsam! Die gesamte Menschheitsgeschichte, die Geschichte des ganzen Universums änderte sich durch diesen Gehorsam Mariens, durch ihre Glaubensantwort! „Selig ist die, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.“ (Lk 1,45)
Bitten wir Gott, dass er uns statt des gewöhnlichen Lippenbekenntnisses ein starkes, vollmächtiges, von Herzen kommendes Glaubensbekenntnis schenkt, damit wir zu glaubwürdigen Zeugen werden, wie es der Herr von uns wünscht. (...)


Das Credo ist gleichsam unsere Unterschrift unter den Bundesvertrag zwischen Gott und uns, denn wir beginnen und enden mit dem „Ja“ zur verbindlichen Wahrheit Gottes.
„1062 Das hebräische Wort „Amen“ hängt mit der gleichen Wortwurzel zusammen wie das Wort „glauben“. … 1064 Das „Amen“ am Schluss des Credo greift somit die zwei ersten Worte – „Ich glaube“ – wieder auf und bekräftigt sie: …“102


Die heiligste Eucharistie, Himmel auf Erden (Michaela Voss)
www.agnus-dei-verlag.de




(Auszug aus dem Buch: Die heiligste Eucharistie, Himmel auf Erden In der Liturgie der Erde die Liturgie des Himmels finden. Michaela Voss)