Samstag, 3. Dezember 2011

2. Adventssonntag: Wachet auf, ruft uns die Stimme.


Foto: (c) Michaela Voss
www.evangelium-vom-tag.de


Der Advent ist eine Zeit
der Umkehr und Erneuerung.











Wachet auf, ruft uns die Stimme.
Am Samstag der 2. Woche im Advent hören wir dieses Jahr im Gottesdienst das Tagesgebet. Dann wird die ganze Gemeinde mehr oder weniger aufmerkam einfach dieses Tagesgebet der Heiligen Liturgie mit einem "Amen!" beantworten.

ABER ACHTUNG!
Haben wir denn überhaupt (zu)gehört, was der Priester auch in unserem Namen gesprochen hat, wozu wir da unsere "Unterschrift" geben, unser "Amen" (So soll es sein, so sei es, so ist es) gesprochen haben?

Meinen wir das wirklich ernst, was wir da mit dem heiligen "Amen" bestätigen - oder ist das eine weitere "Gewohnheits-Schwindelei", die uns da einfach so im Gottesdienst entwischt ist.

Wachet auf, ruft uns die Stimme!

Nehmen wir GOTT überhaupt ernst, wenn wir so gedankenlos einfach beten - denn das bedeutet, dass wir zu IHM sprechen?
Nehmen wir GOTT eigentlich ernst, wenn wir IHN um etwas bitten - wollen wir überhaupt, was wir erbitten und wozu wir unser "Amen." geben?


Tagesgebet
Allmächtiger Gott,
lass deine Herrlichkeit
in unseren Herzen aufstrahlen
und nimm den Todesschatten der Sünde von uns,
damit wir bei der Ankunft deines Sohnes
als Kinder des Lichtes offenbar werden.
Darum bitten wir durch ihn,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
Quelle

Wenn wir ernsthaft bitten, dass der HERR SEINE Herrlichkeit in unseren Herzen aufstrahlen lassen möge und uns durch JESUS von den Todesschatten der Sünde befreit, damit wir bei SEINER Ankunft als Kinder des Lichtes offenbar werden, ... was bedeutet das dann?

Wenn wir GOTT ernst nehmen - und so zu IHM sprechen - dann wird das unser Leben ändern, wenn wir keine Lügner und Betrüger und Phrasen schwatzende Schwindler sein wollen, nicht wahr!?
Was heißt das konkret an diesem 2. Adventsonntag?

Paulus sagt dazu:
  • Alles, was aufgedeckt ist, wird vom Licht erleuchtet. Alles Erleuchtete aber ist Licht.
  • Deshalb heißt es: Wach auf, du Schläfer, und steh auf von den Toten und Christus wird dein Licht sein.
  • Achtet also sorgfältig darauf, wie ihr euer Leben führt, nicht töricht, sondern klug.
  • Nutzt die Zeit; denn diese Tage sind böse.
  • Darum seid nicht unverständig, sondern begreift, was der Wille des Herrn ist.
  • Berauscht euch nicht mit Wein - das macht zügellos -, sondern
  • lasst euch vom Geist erfüllen!
  • Lasst in euerer Mitte Psamlen, Hymnen und Lieder erklingen, wie der Geist sie eingibt.
  • Singt und jubelt aus vollem Herzen zum Lob des Herrn!
  • Sagt Gott, dem Vater jederzeit Dank für alles im Namen Jesu Christi, unseres Herrn! ... (Eph 5,13-20)

>> Termin für Bußsakrament festlegen und gut vorbereiten <<
An welchem konkreten Termin wollen wir also zu GOTT gehen und von SEINEM Licht alles aufdecken lassen, uns vom Todesschatten der Sünde befreien lassen im Sakrament der Buße? Wir erbitten dies von IHM und wenn ER es uns schenken will - dann wollen wir es doch auch annehmen.

>> Achtsamkeit und Selbstbeherrschung üben <<
Ein kleiner Verzicht jeden Tag stärkt unseren Charakter, wenn wir ihn aus Liebe zu GOTT üben, um frei zu werden von unseren Süchten und der Schwäche, immer nur töricht und für uns selbst zu leben.

>> Die Zeit für das Gebet nutzen <<
Nicht so viel lamentieren und jammern, sondern ernsthaft alles vor GOTT im Gebet bringen und zwar so, wie Paulus schreibt: mit Psalmen, Hymnen, Liedern, ...

>> Das Licht des Hl. GEISTES erbitten, einlassen und im Dank JESU leben <<
Wenn das Herz im Sakrament der Buße von Sünden gereinigt ist, kann der GEIST GOTTES wieder in uns wohnen und uns mit SEINEN Gaben erfüllen, so dass wir ein dankbares Herz bekommen.


Wachen wir also auf - hören wir die Stimme GOTTES neu und lassen wir uns im GEIST GOTTES "erwecken"! So wird auch wahr, was wir im Tagesgebet erbitten

Einen gesegneten 2. Adventssonntag
(M.V.)