Samstag, 12. November 2011

Heutige Tageslesung - Der HERR erneuert das "dem Verderben geweihte Land"


Bildrechte: Michaela Voss (Postkarte im Agnus-Dei-Verlag)
Als tiefes Schweigen das All umfing
und die Nacht bis zur Mitte gelangt war,
da sprang dein allmächtiges Wort vom Himmel,
vom königlichen Thron herab als harter Krieger
mitten in das dem Verderben geweihte Land.

Es trug das scharfe Schwert deines unerbittlichen Befehls,
trat hin und erfüllte alles mit Tod;
es berührte den Himmel und stand auf der Erde.

Das Wesen der ganzen Schöpfung wurde neugestaltet;
sie gehorchte deinen Befehlen,
damit deine Kinder unversehrt bewahrt blieben.
Man sah die Wolke, die das Lager überschattete,
trockenes Land tauchte auf, wo zuvor Wasser war;
es zeigte sich ein Weg ohne Hindernisse durch das Rote Meer,
eine grüne Ebene stieg aus der gewaltigen Flut.
Von deiner Hand behütet,
zogen sie vollzählig hindurch und sahen staunenswerte Wunder.
Sie weideten wie Rosse, hüpften wie Lämmer
und lobten dich, Herr, ihren Retter.

Buch der Weisheit 18,14-16.19,6-9.

Der Glaube leugnet nicht die ganze Tragik einer Welt voller Tod, Verdrehtheit und Dunkelheit. Wie viele Menschen fragen voller Bitterkeit, wo denn GOTT sei in all der Not. Wo ist GOTT?
Am Kreuz und am Ostermorgen finden wir die Antwort. ER ist da! ER nimmt in einer Weise Anteil, die nicht nur "bemitleidet" oder einfach ignorant nichtig machen würde, sondern ER nimmt alles gleichsam in SICH auf und bietet die Wandlungsgnade an.

Vom Kreuzesdunkel - ins Osterlicht.
Vom Chaos der Welt - hin zu einem neuen Kosmos des Reiches GOTTES.
Vom Tod in der Zeitlichkeit - hinein ins Licht der Ewigkeit.
Vom Schmerz der Sündenfolge - hin zur Seligkeit der ERlösung.
Vom Kampf - zum Sieg.
Von der Not - ins Licht der Wunder SEINER Gnade.
Von den Tränen - hin zum ewigen Jubel.
Von der Klage - in den Lobpreis.
Aus der Knechtschaft - in die Kindschaft.
...

Wo also ist GOTT in all dem Leid der Welt?
ER ist mitten unter uns! Wenn wir aufhören würden, immer nur anzuklagen und zu jammern, dann hätten wir "die Hände frei", um SEIN Heil und SEINE Gnade zu empfangen!
(M.V.)