Sonntag, 19. Mai 2013

Pfingsten


Pfingsten im Jahr des Glaubens

Viel Segen, Gnade und die Fülle der Gaben und Früchte des Gottesgeistes.

„So erinnere dich daran, 
daß du die Besiegelung durch den Geist empfangen hast: 
den Geist der, Weisheit und der Einsicht, 
den Geist des Rates und der Stärke, 
den Geist der Erkenntnis und der Frömmigkeit, 
den Geist der heiligen Furcht, und bewahre, was du empfangen hast! 
Gott Vater hat dich besiegelt, 
Christus der Herr dich gestärkt 
und das Pfand des Geistes in dein Herz gegeben" 
(Ambrosius, myst. 7,42). 
KKK 1303


Sonntag, 12. Mai 2013

02. Juni 2013 - Eucharistische Anbetungsstunde als Höhepunkt im Jahr des Glaubens

Das Zentrum im Jahr des Glaubens: Eucharistische Anbetung

Karte www.agnus-dei-verlag.de

Am  Sonntag, den 2. Juni, um 17 Uhr wird weltweit eine Anbetungsstunde vor dem HERRN in der Heiligsten Eucharistie gehalten.

Diese Eucharistische Anbetung ist bereits von Papst Benedikt XVI. als Höhepunkt für das Jahr des Glaubens geplant worden.

Alle Bistümer weltweit dürfen sich vor dem Herrn, vor dem innersten Geheimnis des Glaubens im Gebet und in Anbetung vereinen. Das ist im Jahr des Glaubens wirklich zentral und ein wichtiges Ereignis.


Diese Stunde ist laut Benedikt XVI. „von weltweiter Bedeutung“ und eine „Geste spiritueller Gemeinschaft“  

Papst Franziskus hat diesen Termin in einem Schreiben an alle Bischöfe bestätigt und angekündigt, selbst der einstündigen eucharistischen Anbetung im Petersdom vorzustehen.


Das Logo unserer privaten Initiative zum Jahr des Glaubens hat bezeichnenderweise und ganz bewusst die Heiligste Eucharistie als Zentrum, denn das Heiligste Sakrament des Altares ist das "Geheimnis des Glaubens". 

Der Herr, der vom Himmel herab kam und wieder zum Vater zurück gekehrt ist, hat uns als sein tiefstes Vermächtnis seine bleibende Gegenwart geschenkt und die Gabe der tiefsten Einheit mit ihm.

Es ist zu wünschen, dass auch die Pfarreien diesem Aufruf folgen und sich mit der ganzen heiligen Kirche Gottes vereint in Anbetung vor dem Herrn versammeln. 


Wo man Gott verherrlicht - wird letztlich auch dem Menschen gedient.
Wo man Gott an die erste Stelle setzt - wird auch der Mensch seinen hohen Stellenwert bewahren und vor der Entwürdigung bewahrt.
Wo man Gott anbetet - bekommt alles andere die rechte Ordnung und wird in ihm geheiligt.
Wo man vor Gott auf die Knie geht - kann man vor der Welt gerade stehen, weil seine Kraft uns trägt.
Wo man Gott Zeit schenkt - wird immer genug Zeit und Kraft für alles Andere sein, denn der Ewige wird uns mit seiner Gnade erfüllen
Wo man sich vor Gottes Geheimnis neigt - wird man im Geheimnis Gottes erhoben, aufgerichtet und getragen.
Wo man zuerst auf Gott schaut - wird man erst alles andere in Wahrheit durchschauen und erkennen.
Wo man zuerst Gott ehrt - wird alles Ewigkeitswert bekommen.

Anbetung - ist zuerst ein Geschenk Gottes an uns - denn wir dürfen zu ihm kommen, um alles in ihm zu finden.



Donnerstag, 9. Mai 2013

Pfingstnovene beginnt am Tag nach Christi-Himmelfahrt

Bild Public domain (Wikimedia)
Christi-Himmelfahrt und Vatertag - eine seltsam weltlich/kirchliche Kombination oder in Wirklichkeit ein klar und gänzlich christlicher Feiertag?
Mehr dazu im Artikel auf KathNet oder auf unserer Homepage.


Morgen beginnt auch die Pfingstnovene.
Das sind 9 Tage ("Novene") in denen wir wir um den Heiligen Geist und seine Gaben bitten - zur Ehre Gottes und uns zum Heil als Hilfe.

Es ist gut für euch, dass ich fortgehe. Denn wenn ich nicht fortgehe, wird der Beistand nicht zu euch kommen; gehe ich aber, so werde ich ihn zu euch senden. (Joh 16,7)

Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten.
Und ich werde den Vater bitten und er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll.
Es ist der Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht und nicht kennt. Ihr aber kennt ihn, weil er bei euch bleibt und in euch sein wird.

Mittwoch, 8. Mai 2013

MARIA - "PORTA FIDEI" (2)


Mai-Projekt 2013 - im Jahr des Glaubens 

MARIA - "PORTA FIDEI" (MARIA - "Tür des Glaubens")

Teil 2: Heilige Pforte - vom Himmel zur Erde

Gott hat Maria als "Porta sancta", als heilige Pforte geschaffen. Durch sie wollte er in diese Weltnacht eintreten. 

Maria darf der heilige Ort sein, den Gott selbst neu geschaffen hat. sie ist der reine, heilige Boden von dem Gottes Sohn Fleisch annehmen wollte in der Menschwerdung. 
Wie die heilige Erde des Paradieses - der Schöpfung des ersten Menschen dienen durfte, so darf Maria in ihrem Leib zur Pforte werden, aus der Gott Mensch wird und von ihr die Gestalt des Leibes annimmt.

Maria ist wie die heilige Schwelle, vom Himmel zur Erde, über die der Herr hinein tritt in die Not des Sündendunkels, um uns in der Erlösung das ewige Licht zu schenken.

Maria ist die heilige Schwelle vom Himmel zur Erde, auf der im Heiligen Geist durch das Wort des Vaters der Sohn Fleisch annimmt, der von sich sagt: "ICH BIN die TÜR". (Joh 10,7.9)

Montag, 6. Mai 2013

Hymne zum Jahr des Glaubens - DEUTSCH MIT VIDEO!

Hymne zum Jahr des Glaubens

Ganz NEU:
DEUTSCH mit VIDEO.


Es gibt sie nun nicht mehr "nur" als Notensatz (wir haben über den engagierten Werdegang einer deutschen Fassung HIER berichtet), sondern auch als Hörgenuss.
Ein herzliches Vergelt's Gott an Lydia Pfefferer, die den Chorsatz dazu geschrieben und mit dem Chor das Video aufgenommen hat.

http://youtu.be/akeMrF8hUa0



Hier mit Klick auf den Text der ganze Notensatz zum Download oder Ausdruck.




Donnerstag, 2. Mai 2013

MARIA - "PORTA FIDEI" (1)

Mai-Projekt 2013 - im Jahr des Glaubens 

MARIA - "PORTA FIDEI" (MARIA - "Tür des Glaubens")

Foto © Michaela Voss

Teil 1: Heilige Pforte - von Gott geschaffen

Durch die Sünde hat der Mensch die Türe zu Gott zugeschlagen und zerstört. 
In Maria hat Gott selbst eine neue, heilige Pforte geschaffen.

Die "Ich-Verkrümmung" der Sünde verschließt den Menschen in sich selbst. Egoismus, Autonomiesucht, Narzismus, Anklage, maßlose Bedürfnisorientierung, Ungehorsam, ... all das kann man mit seinen Folgen in einem einzigen Bild - dem Sündenfall - zusammenfassen. 
Im Buch Genesis lesen wir, dass der Mensch das Paradies verliert und der heilige Garten gleichsam verschlossen wird. Das, was uns auf den ersten Blick als Strafe und Sanktion erscheinen will, ist in Wirklichkeit Liebe und Schutz, denn Gott verhindert so, dass der Mensch in seiner Gebrochenheit gleichsam "konserviert" wird und in seiner Verbogenheit ewig weiter existiert, ohne Chance auf Heil und Heilung. (Gen 3,1-24)
Der Weg der Buße und Umkehr ist seither der kostbare Weg nach Hause und der Baum des Lebens wird bewacht, damit er nicht vergiftet und zerstört wird. 

Der Mensch - Krönungsgeschöpf und Gott ähnlich - hat die Türe gleichsam hinter sich zugeschlagen und sich von Gott abgewendet, um sich selbst zu genügen. Tod und Dunkel, Disteln und Dornen, Mühsal und Schmerz sind die Folgen.
Gottes Erbarmen hat jedoch die Heilige Pforte zum ewigen Leben den heiligen Wächtern, den Kerubim und dem Flammenschwert übergeben, damit der Weg des Heiles offen steht, wenn der Mensch bereit ist, heimzukehren. (Gen 3,24)

In Maria hat Gott - in der Fülle der Zeit - eine heilige Pforte "vom Himmel zum Himmel" geformt und geschaffen, wo der Mensch von der Erde die Türe verriegelt hat.

Mittwoch, 1. Mai 2013

Mai-Projekt im Jahr des Glaubens

MARIA - Pforte des Glaubens
Mai-Projekt 2013 mit einer Reihe von Gedanken

Im Monat Mai sollen einige Betrachtungen im Blick auf MARIA hier im BLOG zum Jahr des Glaubens den GLAUBEN beleuchten. 

MARIA ist das Urbild und Vorbild der Kirche Gottes. 
SIE ist die Heilige Pforte, die Gott gewählt hat, um als Menschensohn in diese Welt einzutreten. 

Die Sünde hat das Paradies und den Himmel verschlossen. Maria ist die Pforte und das Tor, durch das der Himmel sich in diese Welt hinein einen Weg gebahnt und uns der Erlöser das Paradies geöffnet hat.
Das "Nein" des Menschen hat verschlossen.
Das "Ja" Mariens öffnet weit durch die Gnade den Weg der Gnade.


Zum Jahr des Glaubens schrieb Papst Benedikt in seinem Apostolischen Schreiben Porta Fidei:
"Die „Tür des Glaubens“ (vgl. Apg 14,27), die in das Leben der Gemeinschaft mit Gott führt und das Eintreten in seine Kirche erlaubt, steht uns immer offen. 
Es ist möglich, diese Schwelle zu überschreiten, wenn das Wort Gottes verkündet wird und das Herz sich durch die verwandelnde Gnade formen läßt." [...]

"Aufgrund des Glaubens nahm Maria das Wort des Engels an und glaubte der Botschaft, daß sie im Gehorsam ihrer Hingabe die Mutter Gottes werden sollte (vgl. Lk 1,38). 

Als sie Elisabeth besuchte, stimmte sie ihren Lobgesang auf den Allerhöchsten an für die Wunder, die er bei denen vollbrachte, die sich ihm anvertrauen (vgl. Lk 1,46-55). 

Mit Freude und Bangen gebar sie ihren einzigen Sohn und bewahrte unversehrt ihre Jungfräulichkeit (vgl. Lk 2,6-7). 

Im Vertrauen auf Josef, ihren Bräutigam, brachte sie Jesus nach Ägypten, um ihn vor der Verfolgung des Herodes zu retten (vgl. Mt 2,13-15). 

Mit demselben Glauben folgte sie dem Herrn während seiner Verkündigung und blieb bei ihm bis zum Kalvarienberg (vgl. Joh 19,25-27). 

Im Glauben kostete Maria die Früchte der Auferstehung Jesu, und indem sie alle Erinnerungen in ihrem Herzen bewahrte (vgl. Lk 2, 19.51), gab sie diese an die Zwölf weiter, die mit ihr im Abendmahlssaal versammelt waren, um den Heiligen Geist zu empfangen (vgl. Apg 1,14; 2,1-4)."


MARIA - PORTA FIDEI

Video: Ave Maria (Verbum Panis) http://youtu.be/l-cbVHbfLRc


1. Mai - Josef der Arbeiter

Es ist ein nicht gebotener Gedenktag - Josef der Arbeiter - am 1. Mai

Arbeit und Glaube, das gehört zusammen und wird doch oft getrennt.
Haben der persönliche Glaube, die persönliche Beziehung zu Gott noch Platz in unserem Arbeitsleben? In den Beruf die ganze Kraft des Glaubens und der Gaben Gottes einbringen, das könnte im Jahr des Glaubens auch unser Arbeitsleben verändern.

Der Heilige Josef steht heute als Vorbild und Leitbild für eine gottbezogene Arbeit, die aus Gottes Auftrag kommt - Gottes Ehre dient und dazwischen den kostbaren Raum der Gnade für den arbeitenden Menschen segnet.

Der Heilige Josef durfte dem Gottessohn das Handwerk beibringen, an seiner Seite arbeiten, für ihn sorgen!
Was für ein Geheimnis ihm da anvertraut war, der dem Sohn des Allerhöchsten dienend als Lehrer und als Vertreter des himmlischen Vaters zur Seite stehen durfte - IHM, DER ewig eins ist mit dem Schöpfervater und dem Heiligen Geist, dem "Creator Spiritus".

Auch unser Leben trägt diese unfassbare Würde, dass all unser Sein und Tun Gott dienen darf und Teil hat am Schöpfungswerk Gottes.
Wir empfangen Auftrag und Kraft, Sendung und Gabe, Anspruch und die Gnade der Vollkommenheit ... aus Gottes liebender Vaterhand. 
So werden wir auf geheimnisvolle Weise "Mit-Erben", Ebenbild, Kinder und Teilhaber am Werk Gottes in dieser Welt und dürfen sogar am himmlischen Jerusalem "mitbauen", dessen Mitte und Leuchte der Herr selbst ist. (Offb 21,22-26)

Mittwoch, 24. April 2013

II. Vatikanisches Konzil - Lumen Gentium

LUMEN GENTIUM 
(CHRISTUS) - LICHT DER VÖLKER

Das Jahr des Glaubens bezieht sich ja bekanntlich auf das 50-jährige Jubiläum des Zweiten Vatikanischen Konzils, das am 11. Oktober 1962 begann. (und auf das Erscheinen des "Weltkatechismus" vor 20 Jahren)
Lumen Gentium - das sind die Anfangsworte der damals erarbeiteten Dogmatischen Konstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils über die Kirche.

Im Jahr des Glaubens wollen wir hier auch  vom den grundlegenden Aussagen des Konzils über den Glauben schreiben, damit das Thema des Jahres auch präsent bleibt. 

Zunächst - was steht in diesem Dokument überhaupt? Es geht um 
  1. Das Mysterim der Kirche
  2. Das Volk Gottes
  3. Die hierarische Verfassung der Kirche, insbesondere das Bischofsamt
  4. Die Laien
  5. Die allgemeine Berufung zur Heiligkeit in der Kirche
  6. Die Ordensleute
  7. Der endzeitliche Charakter der pilgernden Kirche und ihre Einheit mit der himmlischen Kirche
  8. Die selige jungfräuliche Gottesmutter Maria im Geheimnis Christi und der Kirche
  9. Anhänge
Hört sich nicht nach Schlagzeilen der Zeitung an, die man sofort lesen will?

Sonntag, 21. April 2013

Priestertum - Gedanken

Heute wurden im Jahr des Glaubens im Petersdom 10 Männer zu Priestern geweiht.

Das Priestertum ist in seiner Würde und Verantwortung ein tiefes Geheimnis, das in der Liebe GOTTES verwurzelt ist.

Ein Priester zählt vor GOTT soviel, wie ein ganzes Volk,
denn seiner treuen Hirtensorge vertraut der HERR unzählige GOTTES-Kinder an. 
Wo menschliche Armut versagen würde - will göttliche Gnade in Fülle sich schenken.
Wo menschliche Begrenzung immer einschränkt, der Mensch aus sich in seiner Fähigkeit niemals ausreichen kann - will GOTTES Gabe sich grenzenlos ausgießen.
Wo der Mensch immer zu klein und zu wenig bleibt - da ist der HERR SELBST es, der die Hände und das Herz SEINES Priesters aufnimmt, ihn mit SICH eint und GOTT ist es, DER vollbringen will, was ER aufgetragen hat.
Darum ist das Priestertum ein Leben, 
das immer weit über sich hinaus weist, 
weit über sich hinaus wächst - in CHRISTUS hinein.
Das Priestertum lebt aus der ewigen LIEBE - aus GOTT - denn sonst bliebe menschlich, was göttlich erfüllt sein soll.

Foto © Michaela Voss (auch als Karte www.agnus-dei-verlag.de)


Priesterhände
gesalbte Hände,
mit dem HEILIGEN GEIST im heiligen Öl, 
für immer gesegnet, um Segen zu erlangen
geheiligte Hände,
in denen die durchbohrten Hände des HERRN 
unsichtbar gegenwärtig sind
die alles, was sie berühren heiligen dürften,
im Zeichen der Erlösung, das ihnen in Vollmacht anvertraut ist
geweihte Hände,
die DEN berühren, halten, tragen, ...
DER alles schuf und alles erhält 
die der HERR berührt hat, DER in liebender Berührung alle heilt, die zu IHM kommen ...

Samstag, 20. April 2013

Regina Caeli - "Angelus der Osterzeit"

Regina Caeli - "Angelus der Osterzeit"


In der Osterzeit betet die Kirche nach der Vesper oder Komplet die Marianische Antiphon "Regina Caeli".
Auch statt dem "Angelus" (Engel des Herrn) wird sie beim "Angelusläuten" in der Früh, Mittags und Abends gesungen oder gebetet.

Hier einige Sprachen und musikalische Varianten.

Montag, 1. April 2013

Ostergruß

Das Leben lebt - das Lamm befreit
nun freue dich, du Christenheit.
besiegt sind Tod und auch die Sünde, 
mit Jubel die Erlösung künde.

Wer sich der Gnade anvertraut,
der allezeit das Heil nun schaut,
das uns geschenkt, wenn wir bezeugen
"Jesus ist Herr!" - das Herz darf beugen 
sich vor dem Wunder tiefster Lieb':
im Kreuz ist Heil, im Kreuz ist Sieg,
denn Jesus auferstanden ist,
nun juble - dies verkünde - Christ!

(Michaela Voss)


Sonntag, 31. März 2013

Sequenz - Singt das Lob dem Osterlamme

Halleluja. Halleluja.
Unser Paschalamm ist geopfert: Christus.

Meister Theoderich von Prag 013
Theoderich von Prag [Public domain], via Wikimedia Commons


SEQUENZ
Singt das Lob dem Osterlamme,
bringt es ihm dar, ihr Christen.
Das Lamm erlöst‘ die Schafe:
Christus, der ohne Schuld war,
versöhnte die Sünder mit dem Vater.
Tod und Leben, die kämpften
unbegreiflichen Zweikampf;
des Lebens Fürst, der starb, herrscht nun lebend.

Maria Magdalena,
sag und, was du gesehen.
Sah Engel in dem Grab,
die Binden und das Linnen.
Das Grab des Herrn sah ich offen
und Christus von Gottes Glanz umflossen.
Er lebt, der Herr, meine Hoffnung,
er geht euch voran nach Galiläa.
Lasst uns glauben, was Maria den Jüngern verkündet.
Sie sahen den Herren, den Auferstandenen.
Ja, der Herr ist auferstanden, ist wahrhaft erstanden.
Du Sieger, König, Herr, hab Erbarmen! (Amen. Halleluja.)

(aus dem Schott-Messbuch)


OSTEREIER SUCHEN AUF KATHOLISCH

Ostern und Ostereier - macht das Sinn? 

Ostereier 2013 © Michaela Voss
Sind Ostereier eigentlich unchristlich?
Bei uns gibt es den wohl sicher bekannten Brauch, dass die Kinder Osternester im Garten oder im Wald bauen und dann die Eltern kleine Geschenke und Ostereier dort verstecken.
Darüber hinaus gibt es die Kleinigkeiten auch an „unmöglichen Stellen“ im Garten, bei einem Spaziergang im Wald, bei dem ein Elternteil voraus gegangen ist und diese kleinen Freuden verteilt hat und dann natürlich immer dezente Hinweise während des Spaziergangs gibt, dass hier oder dort gerade etwas Buntes zwischen den Blättern aufgeblinkt habe, ...

Klar ist jedoch spätestens im fortgeschrittenen Schulalter: Kein Hase legt bunte Eier oder versteckt sie an unmöglichen Stellen, um Kindern eine Freude zu machen.
Das ist eigentlich purer Unsinn und ähnelt doch sehr der Geschichte mit dem Weihnachtsmann, der den heiligen Nikolaus verdrängt hat.

Was also haben Ostereier und die Ostereiersuche eigentlich mit dem Fest der Auferstehung Christi oder mit Gott zu tun? Gibt es da irgendeinen sinnvollen Zusammenhang? Abgesehen von den bekannten Argumenten, dass das Ei als Symbol des Lebens und der Fruchtbarkeit gilt, dass es als ein Zeichen für Christus im Grab gesehen wird usw., kann man in der eher weltlichen Tradition doch noch erstaunliche andere Weisheiten finden, wenn man Humor hat und danach sucht. Wie kann man also „Ostereier suchen - auf katholisch“?

Samstag, 30. März 2013

Osternacht 2013

C H R I S T U S  das L I C H T ! 
(LUMEN CHRISTI!)
D a n k  sei  G O T T . 
(DEO GRATIAS.)


Osterkerze 2013
Osternacht - Die Bereitung der Osterkerze

Wo es Brauch ist, ritzt ... der Priester mit einem Griffel ein Kreuz in die Kerze, darüber zeichnet er den griechischen Buchstaben Alpha, darunter den Buchstaben Omega, zwischen die Kreuzarme schreibt er die Jahreszahl. Dabei spricht er:
Christus, gestern und heute (senkrechter Balken),
Anfang und Ende (Querbalken),
Alpha (über dem Kreuz)
und Omega (unter dem Kreuz).
Sein ist die Zeit (1. Ziffer)
und die Ewigkeit (2. Ziffer).
Sein ist die Macht und die Herrlichkeit (3. Ziffer)
in alle Ewigkeit. Amen (4. Ziffer).

In das eingeritzte Kreuz kann der Priester fünf Weihrauchkörner ein­fügen in nebenstehender Reihenfolge: dabei spricht er:
Durch seine heiligen Wunden, (1)
die leuchten in Herrlichkeit, (2)
behüte uns (3)
und bewahre uns (4)
Christus, der Herr. Amen. (5)

Der Priester zündet am Feuer die Osterkerze an und spricht dabei:
Christus ist glorreich auferstanden vom Tod.
Sein Licht vertreibe das Dunkel der Herzen. 






Aus dem Exsultet - dem Osterlob.

"... O unfassbare Liebe des Vaters: Um den Knecht zu erlösen, gabst du den Sohn dahin! 
O wahrhaft heilbringende Sünde des Adam, du wurdest uns zum Segen, da Christi Tod dich vernichtet hat. 
O glückliche Schuld, welch großen Erlöser hast du gefunden! 
O wahrhaft selige Nacht, dir allein war es vergönnt, die Stunde zu kennen, in der Christus erstand von den Toten. 

Dies ist die Nacht, von der geschrieben steht: „Die Nacht wird hell wie der Tag, wie strahlendes Licht wird die Nacht mich umgeben.“ 
Der Glanz dieser heiligen Nacht nimmt den Frevel hinweg, reinigt von Schuld, gibt den Sündern die Unschuld, den Trauernden Freude. Weit vertreibt sie den Hass, sie einigt die Herzen und beugt die Gewalten. ..."
(Quelle: Erzabtei Beuron / Schott Messbuch)

Freitag, 29. März 2013

Karfreitag - (JS Bach - Johannespassion)

Seht das Holz des Kreuzes 
an dem das Heil gehangen

Kommt lasset uns anbeten!


„Heute hängt am Holz, der die Erde in die Wasser gehängt hat.
Mit einem Kranz aus Dornen wird umwunden der König der Engel.
Lügenhaft wird mit Purpur verhüllt, der den Himmel mit Wolken verhüllt.
Schläge hat empfangen, der im Jordan den Adam befreite.
Mit Nägeln wurde befestigt der Bräutigam der Kirche.
Mit einer Lanze wurde durchbohrt der Sohn der Jungfrau.
Wir verehren deine Leiden, Christus.
Zeige uns auch deine herrliche Auferstehung!“
(aus der ostkirchlichen Liturgie; Kosmas von Majuma, 1. Strophe 15. Antiphon Quelle Wikipedia) 


ACHTUNG! 
Im folgenden Video / Videolink finden sich sehr realtiätsnahe Szenen aus dem Film "Die Passion Christi" von Mel Gibson! (nicht geeignet für Personen unter 16 Jahren)

Karfreitag - O Haupt voll Blut und Wunden

Das Angesicht des Menschen

Text / Bild © Michaela Voss (Minikarte www.agnus-dei-verlag.de)

Der Mensch - geschaffen als leuchtende Ikone und Ebenbild Gottes - hat durch die Sünde das Heiligste Angesicht verzerrt und den heiligen Glanz verloren. 
In den Wunden des Herrn wird gleichsam die ganze Zerrissenheit und Wunde, all die Entstellung und Würdelosigkeit, all die Hässlichkeit und der Schmerz sichtbar, die durch die Sünde das menschliche Wesen prägen. 
Der Herr wird uns ähnlich - damit wir ihm wieder ähnlich werden können, durch die heilige Wandlungsgnade der Erlösung.

Was für ein Wunder der Liebe, die sich gleichförmig macht, um zu heilen und zu erneuern.




O Haupt voll Blut und Wunden,
Voll Schmerz und voller Hohn,
O Haupt, zum Spott gebunden
Mit einer Dornenkron’,
O Haupt, sonst schön gezieret
Mit höchster Ehr’ und Zier,
Jetzt aber hoch schimpfieret:
Gegrüßet sei’st du mir!

Karfreitag bis Sonntag nach Ostern - Barmherzigkeitsnovene


By Eugeniusz Kazimirowski, 
verstorben am 23 September 1939
Ninninana at de.wikipedia [Public domain], 

from Wikimedia Commons
Novene zur Göttlichen Barmherzigkeit
Einen Sonntag nach Ostern feiert die Kirche den "Barmherzigkeits-Sonntag". 
(Am 30. April 2000, wurde die polnischen Ordensfrau Maria Faustyna Kowalska von Papst Johannes Paul II. heilig gesprochen. Am selben Tag legte der Papst für die Katholische Kirche fest, dass am Sonntag nach Ostern der "Barmherzigkeitssonntag" gefeiert werden soll. Er erfüllte damit einen Wunsch Jesu, den dieser Sr. Faustyna mitgeteilt hatte.)

JESUS diktierte Schwester Faustina die Anliegen für diese Novene für die Vorbereitung des »Festes der göttlichen Barmherzigkeit«, die am Karfreitag beginnt. 
»Ich wünsche«, sagt der Herr, »daß du während dieser neun Tage Seelen an die Quelle Meiner Barmherzigkeit führst, damit sie dort Kraft, Mut und Gnade für dieses Leben und besonders für die Todesstunde finden. Im Verlauf dieser Andacht vergebe Ich Gnaden aller Art. Für diese Seelen sollst du an neun Tagen den Barmherzigkeitsrosenkranz beten.« (Tagebuch Nr. 796, 1209) Quelle

Jeder Tag der Novene steht also im Licht eines besonderen Anliegens, für das täglich (nach dem Wunsch Jesu an Sr. Faustyna) der Barmherzigkeitsrosenkranz gebetet wird. 

Donnerstag, 28. März 2013

Vater - Dein Wille geschehe



Dann verließ Jesus die Stadt und ging, wie er es gewohnt war, zum Ölberg; seine Jünger folgten ihm. Als er dort war, sagte er zu ihnen: Betet darum, dass ihr nicht in Versuchung geratet! 
Dann entfernte er sich von ihnen ungefähr einen Steinwurf weit, kniete nieder und betete: Vater, wenn du willst, nimm diesen Kelch von mir! Aber nicht mein, sondern dein Wille soll geschehen. 

Da erschien ihm ein Engel vom Himmel und gab ihm (neue) Kraft. 
Und er betete in seiner Angst noch inständiger und sein Schweiß war wie Blut, das auf die Erde tropfte. 

Nach dem Gebet stand er auf, ging zu den Jüngern zurück und fand sie schlafend; denn sie waren vor Kummer erschöpft. Da sagte er zu ihnen: Wie könnt ihr schlafen? 
Steht auf und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet.

Lk 22,39-46



Kelch und Patene - und unser Herz

Von Reichtümern und Dieben

Für die Feier des heiligen Triduums - der drei österlichen Tage des Leidens, des Todes und der Auferstehung unseres Herrn und Erlösers - werden z.B. auch die kostbaren Kelche und Patenen besonders sorgfältig gereinigt und vorbereitet. 


Die Heiligen Geräte sind ein tiefes Sinnbild für den Reichtum der Liebe, die unser Herz durch die Gnade gleichsam "vergoldet", damit wir den Herrn würdig aufnehmen, der sich uns schenken will. 
Gott scheut die Armut unseres Herzens nicht, wie er auch den Stall von Bethlehem nicht scheute. Wenn wir ihm geben, was wir haben, wird er es verwandeln und durch seine Gegenwart heiligen. Die Gnade will uns immer den Reichtum und das hochzeitliche Gewand schenken, das sich deutlich vom "Alltagskleid" unterscheidet. Der Herr lädt alle ein, auch die "von der Straße" kommen, ... aber ohne hochzeitliches Gewand kann man nicht bleiben.  (vgl. Mt 29,9-14)

Gott liebt die Armen - aber es wäre falsch zu denken, dass man Gott deshalb nur geben müsste, was übrig bleibt.
Gott liebt die Armen - aber es wäre fatal zu denken, dass wir selbst die Armut der Welt auch nur ein wenig lindern könnten, ohne zuerst Gott zu ehren - denn von ihm allein kommt der Reichtum, der alle Armut wirklich heilt. 
Dem Herrn gebührt immer das "Ganze", das "Wertvollste", immer aller Ehre, denn er ist würdig. 
Er verwandelt und beschenkt die Armut des Menschen durch den Reichtum seiner Gnade. 

Wo man Gott zuerst alle Ehre und immer das Beste gibt, fließt der Reichtum des Himmels immer über, so dass man auch die Armut der Erde lindern kann. Wo GOTT zuerst kommt, hat die Schöpfung immer genug und im Überfluss. ... 

Gold, Silber, Edelsteine, kostbare Gefäße und edle Materialien, ... 
Verschwendung? 
Sollte die Kirche nicht lieber den Armen helfen? 
Muss man in der Kirche immer so prunkvoll und verschwenderisch sein? 
Müsste die Kirche sich nicht viel eher um die Armen sorgen und all diesen Reichtum besser für die Not der Welt verwenden ...?